<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/'><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886</id><updated>2008-07-24T16:35:49.324+02:00</updated><title type='text'>Lizas Welt</title><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default?start-index=26&amp;max-results=25'/><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>486</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-3647981441770631351</id><published>2008-07-22T00:01:00.006+02:00</published><updated>2008-07-22T15:48:23.913+02:00</updated><title type='text'>Avnerys Armageddon</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SIUBhavKHVI/AAAAAAAACVM/u-kf4mJpkDA/s1600-h/Avn2.jpg" title="â€žUnmÃ¶glich, nicht von den Wellen der Begeisterung mitgerissen zu werdenâ€œ: Uri Avnery"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SIUBhavKHVI/AAAAAAAACVM/u-kf4mJpkDA/s400/Avn2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5225584616257756498" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Vielleicht muss man Nachsicht mit Uri Avnery Ã¼ben, schlieÃŸlich ist er mit seinen fast 85 Jahren nicht mehr der AllerjÃ¼ngste. Andererseits ist Altersstarrsinn wirklich unangenehm, und deshalb verdient es der â€žDarling der deutschen Israelkritikerszeneâ€œ &lt;a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/07/17/poetin-des-grauens/"&gt;(Claudio Casula)&lt;/a&gt; auch nicht, einfach in Ruhe gelassen zu werden. â€žVerschiedene Planetenâ€œ hat er seinen unlÃ¤ngst &lt;a href="http://www.uri-avnery.de/magazin/artikel.php?artikel=444&amp;amp;type=&amp;amp;menuid=4&amp;amp;topmenu=4"&gt;auf seiner Website verÃ¶ffentlichten Beitrag&lt;/a&gt; zum â€žGefangenenaustauschâ€œ zwischen Israel und der Hizbollah getauft, und nach dessen LektÃ¼re drÃ¤ngt sich die Frage auf, welchen HimmelskÃ¶rper Avnery (Foto) eigentlich bewohnt. Die Erde kann es jedenfalls nicht sein. Am wahrscheinlichsten ist, dass er mit seinem Raumschiff Unterpreis gerade einen Billigflug hinter den Mond unternommen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort verbrachte er am vergangenen Mittwoch â€žden ganzen Tagâ€œ damit, â€žstÃ¤ndig zwischen israelischen FernsehkanÃ¤len und Al-Jazeera zu schaltenâ€œ. Und das sei â€žeine unheimliche Erfahrungâ€œ gewesen: â€žIm Bruchteil einer Sekunde konnte ich zwischen zwei Welten wechseln, aber alle KanÃ¤le berichteten genau Ã¼ber dasselbe Ereignis.â€œ In dessen Zentrum habe ein Mann gestanden, â€žder die beiden Welten, die israelische und die arabische, trennt: Samir al-Kuntarâ€œ. Alle israelischen Medien hÃ¤tten ihn â€žMÃ¶rder al-Kuntarâ€œ genannt, â€žals ob dies sein Vorname wÃ¤reâ€œ. Ist er tatsÃ¤chlich nicht, da hat Avnery durchaus Recht. Aber als Berufsbezeichnung taugt das Wort ziemlich gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Kuntar habe â€žvor 29 Jahren, bevor die Hizbollah ein bedeutsamer Faktor wurdeâ€œ â€“ als also noch andere fÃ¼r den Judenmord zustÃ¤ndig waren â€“ â€žmit seinen Kameraden am Strand von Nahariya einen Angriffâ€œ ausgefÃ¼hrt, â€žder sich wegen seiner Grausamkeit ins israelische NationalgedÃ¤chtnis eingeprÃ¤gt hatâ€œ, klÃ¤rt der Grandseigneur der israelischen Friedensbewegung auf, um sogleich einzuschrÃ¤nken: â€žAl-Kuntar war damals 16 Jahre alt â€“ er war weder PalÃ¤stinenser noch Schiite, sondern ein libanesischer Druse und Kommunist.â€œ Ob er damit in Avnerys Augen qua Jugend, Herkunft und politischer Gesinnung mildernde UmstÃ¤nde oder die Berufung auf HÃ¶heres beanspruchen darf, erfÃ¤hrt man leider nicht. DafÃ¼r kramt Avnery umso tiefer in seinem GedÃ¤chtnis und findet dort einen â€žÃ¤hnlichen Vorfallâ€œ, Ã¼ber den er â€žvor vielen Jahren mit meinem Freund Al-Sartawiâ€œ ein â€žStreitgesprÃ¤châ€œ gehabt habe:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;â€žAl-Sartawi war ein palÃ¤stinensischer Held, ein VorkÃ¤mpfer fÃ¼r Frieden mit Israel; er wurde wegen seiner Kontakte mit Israelis ermordet. 1978 landete eine Gruppe palÃ¤stinensischer KÃ¤mpfer (nach israelischer Sprachweise â€šTerroristenâ€™) an der KÃ¼ste sÃ¼dlich von Haifa, um Israelis fÃ¼r einen Gefangenenaustausch zu kidnappen. Am Strand begegnete ihnen eine Fotografin, die dort in aller Unschuld spazieren ging. Sie brachten sie um. Danach brachten sie einen Bus voller Passagiere in ihre HÃ¤nde â€“ und am Ende wurden sie getÃ¶tet. Ich kannte die Fotografin. Sie war eine zarte junge Frau, eine gute Seele, die gern Blumen in der Natur fotografierte. Ich machte Al-Sartawi gegenÃ¼ber Vorhaltungen wegen dieses abscheulichen Aktes. Er antwortete mir: â€šDas verstehst du nicht. Es sind Jugendliche, fast noch Kinder ohne Erfahrungen, die hinter den Linien eines fÃ¼r sie schrecklichen Feindes operierten. Sie hatten fÃ¼rchterliche Angst. Sie waren nicht in der Lage, mit kÃ¼hler Logik zu handeln.â€™ Das war einer der wenigen FÃ¤lle, in denen wir nicht Ã¼bereinstimmten â€“ obwohl wir beide, jeder innerhalb seines Volkes, am Rande des Randes des politischen Konsenses lebten.â€œ&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Was fÃ¼r ein GlÃ¼ck fÃ¼r die â€žzarte junge Frauâ€œ, dass sie bloÃŸ die Rabatten knipsen wollte und deshalb Gnade vor den Augen des alten Peacemakers fand! Und was fÃ¼r ein â€žpalÃ¤stinensischer Heldâ€œ, was fÃ¼r ein â€žVorkÃ¤mpfer fÃ¼r Frieden mit Israelâ€œ, der da grÃ¶ÃŸtes, ja, geradezu vÃ¤terliches VerstÃ¤ndnis fÃ¼r den Nachwuchs hatte, weil dieser nun mal â€žfÃ¼rchterliche Angstâ€œ vor einem â€žschrecklichen Feindâ€œ leide und deshalb â€“ sozusagen als Kompensation â€“ Zivilisten meucheln und Busse kapern mÃ¼sse! Dass Al-Sartawi mit solchen Ansichten â€žinnerhalb seines Volkes am Rande des Randes des politischen Konsensesâ€œ gelebt haben soll, kann Ã¼brigens nur ernsthaft glauben, wem selbst eine solch kaltblÃ¼tige Rechtfertigung eines Mordes nicht mehr ist als eine kleine Meinungsverschiedenheit. Aber gute Freunde kann halt niemand trennen, &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=CTNze6YQ3bY"&gt;das wusste Franz Beckenbauer schon 1966.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SIUBn0ecjnI/AAAAAAAACVU/FOr649OcS_Y/s1600-h/AvnAra.jpg" title="Uri Avnery mit dem FÃ¼hrer der palÃ¤stinensischen Friedensbewegung"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SIUBn0ecjnI/AAAAAAAACVU/FOr649OcS_Y/s400/AvnAra.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5225584726246198898" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Und deshalb lÃ¤sst sich Uri Avnery auch weder durch Kuntars Gemetzel noch durch den Staatsempfang fÃ¼r den Terroristen 29 Jahre spÃ¤ter in seinem Glauben an die unermessliche Friedfertigkeit der Araber erschÃ¼ttern. Im Gegenteil habe sich Israel die Party fÃ¼r den Heimgekehrten selbst zuzuschreiben, weil es â€žaus einem einfachen Gefangenen einen pan-arabischen Helden gemachtâ€œ habe â€“ durch sein â€žendloses Reden Ã¼ber den â€šblutbefleckten MÃ¶rderâ€™â€œ nÃ¤mlich. Dass Kuntar im Knast Englisch und HebrÃ¤isch lernen, ein Soziologiestudium abschlieÃŸen und heiraten durfte und bei seiner Freilassung auÃŸerdem nicht gerade unterernÃ¤hrt aussah, ist da natÃ¼rlich nicht der Rede wert. Viel lieber gibt Avnery zum Besten, die israelische Ã–ffentlichkeit habe in ihrem â€žWirbel von Selbstmitleid [!] und Trauerzeremonien keine Kraft und Interesse, den Versuch zu machen, um zu verstehen, was auf der anderen Seite geschahâ€œ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umso grÃ¶ÃŸer ist das VerstÃ¤ndnis, das Avnery hÃ¶chstselbst aufbringt: â€žEs war natÃ¼rlich der groÃŸe Tag Hassan Nasrallahsâ€œ, schreibt er in seinem Beitrag. â€žIn den Augen von Dutzenden von Millionen Arabern hat er einen riesigen Sieg errungen. Eine kleine Organisation in einem kleinen Land hat Israel, die Regionalmacht, auf die Knie gezwungen, wÃ¤hrend die Herrscher aller arabischen LÃ¤nder die Knie vor Israel beugen.â€œ Diese â€žDemonstration persÃ¶nlichen Mutes und Selbstvertrauensâ€œ sei â€žcharakteristisch fÃ¼r das dramatische Talentâ€œ Nasrallahs, glaubt Avnery, um sodann die antiisraelischen Siegesfeiern im Libanon zu schildern, als wÃ¤ren sie ein Naturereignis gewesen:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;â€žEs war fÃ¼r den arabischen Zuschauer unmÃ¶glich, nicht von den Wellen der Begeisterung mitgerissen zu werden. FÃ¼r einen jungen Menschen in Riad, Kairo, Amman und Bagdad gab es nur eine mÃ¶gliche Reaktion: hier ist der Mann! Hier ist der Mann, der die arabische Ehre nach Jahrzehnten von Niederlagen und DemÃ¼tigung wieder herstellt. Gemessen an diesem Mann sehen die FÃ¼hrer der arabischen Welt wie Zwerge aus. Und als Nasrallah verkÃ¼ndigte: â€šVon diesem Augenblick an ist die Ã„ra der arabischen Niederlagen zu Ende!â€™, hatte er die Stimmung des Tages eingefangen.â€œ&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Nur einige wenige WÃ¶rter ausgetauscht â€“ â€žarabischâ€œ gegen â€ždeutschâ€œ etwa oder â€žRiad, Kairo, Amman und Bagdadâ€œ gegen â€žMÃ¼nchen, Berlin, NÃ¼rnberg und KÃ¶lnâ€œ â€“, und das Ganze hÃ¤tte auch im &lt;i style=""&gt;VÃ¶lkischen Beobachter&lt;/i&gt; stehen kÃ¶nnen. Das heiÃŸt nicht, dass Avnery ein Nazi ist, aber es gewÃ¤hrt trotzdem tiefe Einblicke in den Geisteszustand dieses Mannes, der den frenetischen Jubel in der arabischen Welt fÃ¼r eine der abscheulichsten Figuren auf der politischen BÃ¼hne augenscheinlich als zwangslÃ¤ufig, alternativlos und nachvollziehbar betrachtet. Verglichen mit dem politischen Personal Israels sehe Nasrallah â€žverantwortlich, glaubwÃ¼rdig, logisch und entschieden ausâ€œ, fÃ¤hrt Avnery fort, bevor er resÃ¼miert, der Chef der Gotteskrieger habe den krisengeschÃ¼ttelten Libanon zu einem â€žgeeinten Landâ€œ gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesen Worten schwingt Anerkennung, wo nicht gar Bewunderung mit. Dass Avnery anschlieÃŸend davon spricht, die â€žnational-religiÃ¶se Welle in der arabischen Weltâ€œ sei eine Gefahr fÃ¼r Israel, ist nur vordergrÃ¼ndig ein Widerspruch. Denn fÃ¼r ihn sind selbstverstÃ¤ndlich â€žalle israelischen Regierungenâ€œ seit der StaatsgrÃ¼ndung ganz allein verantwortlich fÃ¼r die gegenwÃ¤rtige Situation, und sein LÃ¶sungsvorschlag sieht deshalb nicht weniger als die faktische Unterwerfung, also die Kapitulation Israels vor: Mit Nasrallah wie mit Assad, mit dem Iran wie mit der Hamas, mit all seinen Todfeinden also â€“ von Avnery â€žPartner fÃ¼r den Friedenâ€œ genannt â€“ mÃ¶ge der jÃ¼dische Staat, bitteschÃ¶n, in Verhandlungen treten. Es muss eine Art Sehnsucht nach dem Armageddon sein, die ihn dabei beflÃ¼gelt. Denn unter â€žFriedenâ€œ mit Israel verstehen die arabischen FÃ¼hrer und ihre Gefolgschaft nichts anderes als dessen Vernichtung, wie sie mehr als einmal deutlich gemacht haben. Und zwar aus prinzipiellen ErwÃ¤gungen, denn Kompromisse gelten in diesen Kreisen als Zeichen von SchwÃ¤che. Das weiÃŸ Avnery natÃ¼rlich â€“ es wÃ¤re respektlos, ihm in seinem Alter NaivitÃ¤t zu unterstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum GlÃ¼ck wird er in Israel schlicht ignoriert; auÃŸer ein paar unverbesserlichen Aktivisten hÃ¶rt dort niemand auf ihn. In Deutschland hingegen wurde sein Beitrag von den Ã¼blichen VerdÃ¤chtigen wie immer dankbar aufgegriffen â€“ von A wie Arendt bis Z wie &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ZNet&lt;/span&gt;. Und bei denen ist Nachsicht zweifellos vÃ¶llig unangebracht.</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/07/avnerys-armageddon.html' title='Avnerys Armageddon'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/3647981441770631351'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/3647981441770631351'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5753711553966633274</id><published>2008-07-18T02:29:00.005+02:00</published><updated>2008-07-18T11:17:50.476+02:00</updated><title type='text'>HumanitÃ¤rer Makel</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SH_ktUbmoXI/AAAAAAAACVE/kTcsTyAjUrM/s1600-h/Hamas+XXVIII.jpg" title="Hat auch die Hamas Grund zum Feiern, wenn Deutschland makelt?"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SH_ktUbmoXI/AAAAAAAACVE/kTcsTyAjUrM/s800/Hamas+XXVIII.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5224145560002797938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es war abzusehen, dass die Hamas nach dem glorreichen Tausch zweier SÃ¤rge gegen fÃ¼nf quicklebendige Terroristen, den ihre Kameraden von der Hizbollah &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2008/07/die-fratze-der-barbarei.html"&gt;am Mittwoch ausgiebig gefeiert haben,&lt;/a&gt; Blut geleckt hat. SchlieÃŸlich besitzt sie mit dem israelischen Soldaten Gilad Shalit ein echtes Faustpfand. Doch die bislang mit dessen EinlÃ¶sung betrauten Ã¤gyptischen Gesandten spuren offenbar nicht so, &lt;a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1215331012616&amp;amp;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull"&gt;wie die Gotteskrieger es gerne hÃ¤tten:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;â€žDie Ã„gypter haben gezeigt, dass sie unfÃ¤hig sind, genÃ¼gend Druck auf Israel auszuÃ¼ben, um unsere Forderungen durchzusetzenâ€œ, sagte ein Vertreter der Hamas. Ein anderer Ã¤uÃŸerte, die Hamas habe den Eindruck, dass die Ã„gypter â€žeher auf der Seite Israels stehen als auf unserer. Wir erwarten von unseren Ã¤gyptischen BrÃ¼dern, dass sie in den GesprÃ¤chen Ã¼ber Shalit die Interessen aller Araber vertreten. Aber wir scheinen ihnen egal zu sein.â€œ&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Derlei GleichgÃ¼ltigkeit kann man den Deutschen weiÃŸ Allah nicht nachsagen, und deshalb bekommt der Bundesnachrichtendienst nicht nur den verdienten Beifall von der richtigen Seite, sondern auch gleich den Auftrag, die erwÃ¤hnten â€žInteressen aller Araberâ€œ wahrzunehmen:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Am Donnerstag sagten einige Hamas-Vertreter, sie glaubten, dass deutsche Vermittler effektiver darin seien, einen Gefangenenaustausch mit Israel einzufÃ¤deln. Osama Hamdan, der ReprÃ¤sentant der Hamas im Libanon, bestÃ¤tigte, dass der Wunsch in seiner Bewegung wachse, die guten Dienste der Deutschen zu beanspruchen. Bislang habe es jedoch noch keine offiziellen BemÃ¼hungen gegeben, die Ã„gypter durch Deutsche zu ersetzen. Die Hamas habe allerdings auch keine Eile mit dem Fall Shalit, sagte Hamdan. â€žWir wollen einen gerechten und fairen Deal, um das zu erreichen, was wir wollen.â€œ&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;NÃ¤mlich die Freilassung von 1.000 Gefangenen im Austausch gegen Shalit. Nicht mehr und nicht weniger. Ein klarer Fall also fÃ¼r den &lt;a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;amp;dig=2008%2F07%2F17%2Fa0122&amp;amp;cHash=adb6a7dd02"&gt;selbst ernannten â€žehrlichen Maklerâ€œ&lt;/a&gt; und einen von ihm zu beauftragenden &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,566171,00.html"&gt;â€žMr. Hamasâ€œ,&lt;/a&gt; findet auch die Terrorbande, denn sie weiÃŸ, auf wen mehr Verlass ist als auf die VerrÃ¤ter aus Ã„gypten:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;â€žDer Hauptgrund, warum der Handel mit der Hizbollah erfolgreich war, liegt darin, dass der deutsche Vermittler objektiv und fair warâ€œ, hieÃŸ es auf einer Website der Hamas. â€žDie Ã¤gyptischen Vermittler, die die indirekten GesprÃ¤che zwischen der Hamas und Israel abwickeln, sind nicht ehrlich. Sie versuchen, die israelischen Forderungen zu erfÃ¼llen, indem sie Druck auf die PalÃ¤stinenser ausÃ¼ben und deren schlechten LebensumstÃ¤nde ausnutzen, die aus der Besatzung resultieren.â€œ&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;â€žIsraelische Forderungen zu erfÃ¼llenâ€œ oder â€žDruck auf die PalÃ¤stinenser auszuÃ¼benâ€œ, das fiele den Deutschen ganz sicher nicht ein. Hinterher wird die Bundesregierung &lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?sid=d2aa6d94bdbce102a6fda59d9f0baa9b&amp;amp;em_cnt=1368342"&gt;zweifellos wieder zufrieden verkÃ¼nden,&lt;/a&gt; Deutschland habe â€žBrÃ¼cken zu beiden Seiten bauen kÃ¶nnenâ€œ und werde auch weiterhin â€žauf humanitÃ¤re LÃ¶sungen dringenâ€œ. So humanitÃ¤r, wie der Tausch von tausend Terroristen gegen einen Soldaten eben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ãœbersetzung: &lt;i style=""&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/07/humanitrer-makel.html' title='HumanitÃ¤rer Makel'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/5753711553966633274'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5753711553966633274'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-8889001692194346817</id><published>2008-07-17T01:53:00.007+02:00</published><updated>2008-07-17T20:26:59.726+02:00</updated><title type='text'>Die Fratze der Barbarei</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SH6KifulDNI/AAAAAAAACU0/SpCFHPqaY-A/s1600-h/Kuntar.jpg" title="Barbarei: Samir Kuntar (nach seiner RÃ¼ckkehr in den Libanon)..."&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SH6KifulDNI/AAAAAAAACU0/SpCFHPqaY-A/s400/Kuntar.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5223764943033404626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dass die Hizbollah den gestrigen â€žGefangenenaustauschâ€œ mit Israel als groÃŸen Erfolg verbuchen kann, dÃ¼rfte unstrittig sein. Die Leichen von zwei israelischen Soldaten gegen fÃ¼nf inhaftierte Terroristen â€“ der Deal hat sich fÃ¼r Hassan Nasrallahs Mordbande wahrlich gelohnt. Nun sitzt kein einziges ihres Mitglieder mehr in einem israelischen GefÃ¤ngnis. Unter den Freigelassenen war auch Samir Kuntar (Foto rechts), jener PLF-AnfÃ¼hrer, der 1979 in Nahariya &lt;a href="http://newsletter.cti-newmedia.de/index.php?site=artikeldrucken&amp;amp;nid=259&amp;amp;sid=NA==&amp;amp;id=2049"&gt;fast eine ganze Familie auslÃ¶schte&lt;/a&gt; und dabei den Kopf eines vierjÃ¤hrigen MÃ¤dchens mit einem Gewehrkolben zertrÃ¼mmerte. Am Dienstag war er nach 29 Jahren Haft von Israels StaatsprÃ¤sident Shimon Peres &lt;a href="http://www.israeltoday.co.il/default.aspx?tabid=178&amp;amp;nid=16631"&gt;begnadigt worden.&lt;/a&gt; Mit dem ungleichen Austausch wurde die Hizbollah faktisch belohnt; sie darf ihn getrost als Beleg dafÃ¼r werten, dass es sich rechnet, nach Belieben Soldaten des Erzfeindes zu entfÃ¼hren â€“ und dabei &lt;a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1215330982807&amp;amp;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull"&gt;auch gleich umzubringen.&lt;/a&gt; Dass Ehud Goldwasser und Eldad Regev lebend Ã¼berstellt werden wÃ¼rden, glaubten in Israel schon seit lÃ¤ngerem nur noch wenige â€“ was nichts daran Ã¤ndert, dass die endgÃ¼ltige Gewissheit immer unvorstellbar grausam ist. Der Preis, den Israel gezahlt hat, war hoch â€“ &lt;a href="http://jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=156"&gt;zu hoch, meinen viele Israelis,&lt;/a&gt;&lt;a href="http://tinyurl.com/jcpa160708"&gt;&lt;/a&gt; ohne deshalb weniger VerstÃ¤ndnis fÃ¼r die Situation der Familien der beiden Soldaten zu haben und zu zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Transfer und die ihm folgenden Ereignisse verweisen aber noch auf ein viel grundsÃ¤tzlicheres Problem: â€žNichts symbolisiert den Unterschied zwischen Zivilisation und Barbarei so deutlich wie das Bild der zwei SÃ¤rge, die an der Grenze zum Libanon entgegen genommen wurdenâ€œ, umriss es Claudio Casula &lt;a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/07/16/ein-verheerender-deal/"&gt;auf &lt;i&gt;Spirit of Entebbe&lt;/i&gt;.&lt;/a&gt; Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod, lautete die programmatische Botschaft dieses Bildes, und sie entsprach damit exakt jener Maxime, die schon so oft von den islamischen Gotteskriegern propagiert und in mÃ¶rderische Taten umgesetzt worden ist. VerstÃ¤rkt wurde der Unterschied, von dem Casula schrieb, noch durch die Geschehnisse, die der Ãœbergabe folgten: WÃ¤hrend sich am GrenzÃ¼bergang Rosh Hanikra auf israelischer Seite &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1002650.html"&gt;dramatische Szenen abspielten&lt;/a&gt; und nicht nur AngehÃ¶rige, Freunde und Bekannte der beiden Soldaten den VorgÃ¤ngen fassungslos und in tiefster Trauer gegenÃ¼berstanden, wurde den heimkehrenden Terroristen im Libanon &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,566254,00.html"&gt;ein Staatsempfang bereitet&lt;/a&gt; und buchstÃ¤blich ein roter Teppich ausgerollt. Im Gazastreifen gab es derweil &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,566254,00.html"&gt;zur Feier des Tages SÃ¼ÃŸigkeiten,&lt;/a&gt; und der Hamas-FÃ¼hrer Ismail Haniya &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3568977,00.html"&gt;gratulierte Kuntar und der Hizbollah&lt;/a&gt; zum â€žgroÃŸen Sieg des Widerstandsâ€œ, der gezeigt habe, â€ždass unser Weg der richtige istâ€œ. Aus der Westbank schickte der PalÃ¤stinenserprÃ¤sident Mahmud Abbas &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3568977,00.html"&gt;seine GlÃ¼ckwÃ¼nsche an Kuntars Familie.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SH6KrERjnUI/AAAAAAAACU8/gQxwTu_FkA4/s1600-h/GoldReg.jpg" title="...vs. Zivilisation: Eldad Regev und Ehud Goldwasser"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SH6KrERjnUI/AAAAAAAACU8/gQxwTu_FkA4/s400/GoldReg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5223765090282741058" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;â€žNeben der Gewissheit der Familien Regev und Goldwasser Ã¼ber das Schicksal ihrer SÃ¶hneâ€œ â€“ &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1002425.html"&gt;die heute beerdigt werden&lt;/a&gt; â€“ â€žist die eindrucksvolle BestÃ¤tigung der NiedertrÃ¤chtigkeit ihrer islamistischen Feinde das einzig Positive, was sich Ã¼ber den â€šGefangenenaustauschâ€™, der keiner ist, sagen lÃ¤sstâ€œ, &lt;a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/07/16/ein-verheerender-deal/"&gt;resÃ¼mierte Casula.&lt;/a&gt; â€žWas lernen wir also aus diesem faulen Handel? Dass Israel gut daran tÃ¤te, bei nÃ¤chster sich bietender Gelegenheit die heute hÃ¤misch grinsende Visage Nasrallahs in den Staub zu drÃ¼cken â€“ und die seiner Horden gleich mit.â€œ So mÃ¼sse der jÃ¼dische Staat auch in Gaza verfahren, wenn dem ebenfalls entfÃ¼hrten und von der Hamas gefangen gehaltenen Gilad Shalit etwas zustoÃŸe. In einer zivilisierten Welt sei fÃ¼r Barbaren wie Hizbollah und Hamas kein Platz. &lt;a href="http://rungholt.wordpress.com/2008/07/16/gluckwunsche/"&gt;Das Weblog &lt;i&gt;Letters from Rungholt&lt;/i&gt; ergÃ¤nzte:&lt;/a&gt; â€žNatÃ¼rlich mag es im palÃ¤stinensischen Volk Menschen geben, mit denen wir einen Friedensprozess fÃ¼hren kÃ¶nnten, die Ã¤hnliche Ziele haben wie wir. Nur: Wo sind sie? Wo hÃ¶rt man ihre Meinung? Wenn es sie gibt, ist ihre Einstellung jedenfalls lebensgefÃ¤hrlich, und sie behalten sie fÃ¼r sich. Die groÃŸe Masse der arabischen Welt ist trunken von Hass gegen uns. Nichts, was Israel getan oder angeblich getan hat, rechtfertigt diesen Hass.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland feiert man unterdessen den Bundesnachrichtendienst, der den Austausch vermittelt hatte. â€žMr. Hizbollahâ€œ &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,566171,00.html"&gt;wird der verantwortliche EmissÃ¤r Gerhard C. BND-intern&lt;/a&gt; genannt, und das ist als Auszeichnung gemeint. Auch die Bundesregierung ist zufrieden: Die Aktion sei ein â€žErfolgâ€œ gewesen, &lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?sid=d2aa6d94bdbce102a6fda59d9f0baa9b&amp;amp;em_cnt=1368342"&gt;war ihr Sprecher Thomas Steg zu vernehmen.&lt;/a&gt; Deutschland habe â€žBrÃ¼cken zu beiden Seiten bauen kÃ¶nnenâ€œ. Der Austausch sei â€žein kleiner Beitrag in einem zeitlichen Umfeld, in dem sich in Nahost positiv etwas zu entwickeln scheintâ€œ. Der Sprecher des AuswÃ¤rtigen Amts, Andreas Peschke, kÃ¼ndigte an, man werde in den FÃ¤llen weiterer vermisster israelischer Soldaten ebenfalls â€žauf humanitÃ¤re LÃ¶sungen dringenâ€œ. Den Hinterbliebenen von Ehud Goldwasser und Eldad Regev, und nicht nur ihnen, mÃ¼ssen diese Worte wie Hohn vorkommen.</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/07/die-fratze-der-barbarei.html' title='Die Fratze der Barbarei'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/8889001692194346817'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8889001692194346817'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-1999477824560098356</id><published>2008-07-15T00:15:00.006+02:00</published><updated>2008-07-15T11:00:33.694+02:00</updated><title type='text'>Banal total</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SHvG4IVrhXI/AAAAAAAACUs/LKCb0QzCoVg/s1600-h/Sen.jpg" title="â€žDie TÃ¼rken sind die neuen Judenâ€œ: Faruk Sen"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SHvG4IVrhXI/AAAAAAAACUs/LKCb0QzCoVg/s400/Sen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5222986860479612274" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Vergleiche mit dem Holocaust haben Konjunktur, seit die Deutschen ihn ins Werk gesetzt haben: Alte und neue Nazis bezeichnen mal die alliierten Luftangriffe auf deutsche StÃ¤dte wÃ¤hrend des Zweiten Weltkriegs und mal die Aussiedlung der Deutschen aus Osteuropa als â€žHolocaust am deutschen Volkâ€œ, Abtreibungsgegner schwadronieren von einem â€žBaby-Holocaustâ€œ (oder â€žBabycaustâ€œ), Veganer nennen den Fleischkonsum einen â€žTier-Holocaustâ€œ, Hundebesitzer heften ihren Vierbeinern gelbe Sterne an, um damit gegen den Leinenzwang zu protestieren, und Joschka Fischer entdeckte im Vorfeld des Krieges gegen Jugoslawien 1999 im Kosovo ein â€žzweites Auschwitzâ€œ. Der Evergreen unter den Banalisierungen der Shoa ist jedoch der vorgebliche â€žHolocaust an den PalÃ¤stinensernâ€œ, geplant und ausgefÃ¼hrt, so heiÃŸt es, ausgerechnet von jenen, die (oder deren Vorfahren) selbst Opfer von Verfolgung und Vernichtung gewesen seien. Waren es in frÃ¼heren Jahren noch vor allem linksradikale &lt;a href="http://www.ruhr-uni-bochum.de/bsz/516/516antisemlinks.htm"&gt;Gruppierungen wie die RAF oder die &lt;i style=""&gt;RevolutionÃ¤ren Zellen&lt;/i&gt;,&lt;/a&gt; die derlei behaupteten, so fanden vor vier Jahren &lt;a href="http://www.honestly-concerned.org/Temporary/Heitmeyer-Studie.doc"&gt;bereits 51,2 Prozent aller Deutschen:&lt;/a&gt; â€žWas der Staat Israel heute mit den PalÃ¤stinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.â€œ Gar 68,3 Prozent waren der Meinung, Israel fÃ¼hre â€žeinen Vernichtungskrieg gegen die PalÃ¤stinenserâ€œ. Gleiches verbreiten bekanntlich auch palÃ¤stinensische, iranische und arabische Propagandastellen und ihre Adepten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Holocaust-Vergleich wollen der britische Entwicklungsminister Shahid Malik und der Leiter des Essener &lt;i style=""&gt;Zentrums fÃ¼r TÃ¼rkeistudien&lt;/i&gt; (ZfT), Faruk Sen (Foto), nach eigenem Bekunden zwar nicht vorgenommen haben, als sie kÃ¼rzlich Ã¤uÃŸerten, die Muslime seien &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,563876,00.html"&gt;â€ždie Juden von Europaâ€œ (Malik)&lt;/a&gt; und die TÃ¼rken &lt;a href="http://debatte.welt.de/kommentare/78436/tuerken+die+neuen+juden+e"&gt;â€ždie neuen Judenâ€œ (Sen).&lt;/a&gt; Dass die Art und Form der Ausgrenzung sich Ã¤hnlich sind, glaubten allerdings beide. UnterstÃ¼tzung erhielt der SPD-Politiker Sen dabei vom Sprecher des &lt;i style=""&gt;Arbeitskreises jÃ¼discher Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten&lt;/i&gt;, Sergey Lagodinsky. &lt;a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-grenzen-des-akzeptablen/"&gt;Der schrieb in der &lt;i style=""&gt;taz&lt;/i&gt;,&lt;/a&gt; die SingularitÃ¤t des Holocausts stehe â€žauÃŸer Frageâ€œ, doch die â€žDiskriminierungsgeschichte der europÃ¤ischen Judenâ€œ sei â€žmehr als eine Geschichte der Vernichtungâ€œ. Das scheine aber â€ždurch unsere intensive Auseinandersetzung mit dem Holocaust verschÃ¼ttet gegangen zu seinâ€œ: â€žDer Vorwurf des Antisemitismus wird zum Vorwurf einer Vernichtungsabsicht. Alles, was die HÃ¼rde dieser MonstrositÃ¤t nicht zu nehmen vermag, wird ausgeblendet.â€œ Wer Details Ã¼ber den Umgang mit Juden im 19. und frÃ¼hen 20. Jahrhundert lese, entdecke jedoch â€žunangenehme Parallelen zu heutigen Debattenâ€œ, meint der 32-jÃ¤hrige Jurist und Publizist: â€žVom Vorwurf der â€šdoppelten LoyalitÃ¤tenâ€™ und Diskussionen um die Grausamkeit und das Verbot ritueller SchÃ¤chtungen bis hin zum deutschen Strafrecht, das es untersagt, sich durch Gruppenbeleidigungen individuell betroffen zu fÃ¼hlen.â€œ Angesichts dessen sei die Frage â€žnach Ã¤hnlichen, wenn auch nicht identischen Wahrnehmungsmustern von Juden damals und TÃ¼rken heute nicht vÃ¶llig aus der Luft gegriffen.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Rassismus und Antisemitismus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lagodinsky irrt â€“ wie auch Malik und Sen â€“, und das aus mehreren GrÃ¼nden. Da ist zunÃ¤chst einmal die Abspaltung der Diskriminierung der europÃ¤ischen Juden von ihrer Vernichtung â€“ eine Trennung, die schlicht und ergreifend unsinnig und unzulÃ¤ssig ist. Denn durch sie wird der Antisemitismus nicht mehr als umfassende Weltanschauung begriffen, die in der Konsequenz &lt;i style=""&gt;immer&lt;/i&gt; und &lt;i style=""&gt;per se &lt;/i&gt;auf die schiere Existenz von Juden zielt, sondern lediglich als eine Form des Rassismus unter vielen verstanden. Warum das falsch ist, zeigen bereits grundlegende Fragen, wie sie der Politikwissenschaftler Clemens Heni, bezogen auf die Ã„uÃŸerungen Sens und Lagodinskys, &lt;a href="http://clemensheni.wordpress.com/2008/07/09/lapsus-orientalis/"&gt;in einem Kommentar gestellt hat:&lt;/a&gt; â€žWo sind die Vernichtungsdrohungen gegen TÃ¼rken? Wo sind die â€šProtokolle der Weisen von Istanbulâ€™? Wo werden TÃ¼rken des Ritualmordes beschuldigt? Wo wird die weltweite VerschwÃ¶rung der GroÃŸ- oder JungtÃ¼rken [behauptet]? [...] Wo wurde jemals den TÃ¼rken oder den Muslimen die Entwicklung des Kapitalismus zur Last gelegt? Oder wo wurden TÃ¼rken der bolschewistisch-kommunistischen Revolte [geziehen]? Wo wird TÃ¼rken (oder Muslimen insgesamt) unterstellt, sie wÃ¼rden mit ihrer â€šKÃ¼nstlichkeitâ€™ und ModernitÃ¤t die organische Verwobenheit der Menschen zerstÃ¶ren?â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Henis Fragen verweisen auf Unterschiede zwischen Judenhass und AuslÃ¤nderfeindlichkeit, die nicht nur gradueller Natur sind. Zwar verweigert sowohl der Rassist als auch der Antisemit ganz bestimmten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe an der eigenen Gesellschaft; zwar behauptet der eine wie der andere die Verschiedenwertigkeit von Menschen(gruppen) und die HÃ¶herwertigkeit des eigenen nationalen Kollektivs; zwar befÃ¼rworten beide zur Durchsetzung ihrer Vorstellungen auch unmittelbare Gewalt und werden dabei gegebenenfalls selbst handgreiflich â€“ auf eigene Faust wie auch im Mob. Doch wÃ¤hrend der Rassist meistenteils mit der staatlich organisierten Abschiebung, Versklavung und Kolonisierung seiner Hassobjekte â€“ die er je nachdem fÃ¼r triebhaft, faul, schmutzig, hinterhÃ¤ltig, primitiv oder kriminell hÃ¤lt â€“ ruhig zu stellen ist, geht es dem Antisemiten um nicht weniger als die AuslÃ¶schung seiner Feinde, der Juden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie nÃ¤mlich hÃ¤lt er fÃ¼r die absolute &lt;i style=""&gt;Gegenrasse&lt;/i&gt;, fÃ¼r das &lt;i style=""&gt;Anti-Volk&lt;/i&gt;, das die â€žVÃ¶lkerâ€œ zersetzt; sie verdÃ¤chtigt er, im Verborgenen die Weltherrschaft zu planen; sie macht er fÃ¼r alles Ãœbel dieser Welt verantwortlich: fÃ¼r Globalisierung und Egoismus, fÃ¼r Vereinzelung und die ZerstÃ¶rung traditioneller sozialer Beziehungen, fÃ¼r die Macht der Banken und die Dominanz des Geldes, fÃ¼r Kosmopolitismus und Krieg. Kurz: Der Rassist konstruiert â€žUntermenschenâ€œ, die er dauerhaft aus den Augen geschafft haben und beherrschen will; der Antisemit sieht in den Juden so unsichtbare wie allgegenwÃ¤rtige â€žÃœbermenschenâ€œ, deren von ihm selbst erfundene Allmacht letztlich nur durch eine mÃ¶glichst vollstÃ¤ndige Vernichtung zu brechen ist. Dass das eine mit dem anderen Ã¼beraus hÃ¤ufig zusammengeht und in Personalunion auftritt, ist dabei gerade kein Widerspruch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Shahid Malik, Faruk Sen und Sergey Lagodinsky liegen mit ihrer Parallelisierung noch aus anderen GrÃ¼nden daneben. â€žDenn von einer systematischen Diskriminierung oder gar Verfolgung der etwa 25 Millionen Muslime in Europa, wie sie den Juden des 19. und 20. Jahrhunderts widerfuhr, kann heute keine Rede seinâ€œ, &lt;a href="http://www.juedische-allgemeine.de/epaper/pdf.php?pdf=../imperia/md/content/ausgabe/2008/ausgabe28/01.pdf"&gt;befand Richard Herzinger in der &lt;i style=""&gt;JÃ¼dischen Allgemeinen&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; zu Recht. â€žDass Muslime als einzelne und als Gruppe tatsÃ¤chlich vielfach herabwÃ¼rdigenden Vorurteilen oder rassistischen AnwÃ¼rfen und Angriffen ausgesetzt sind, ist zwar wahr und schlimm. Doch es gibt in den europÃ¤ischen Demokratien keine offizielle Politik der Ausgrenzung und Diffamierung gegenÃ¼ber der islamischen Religion und Kultur â€“ von staatlich gefÃ¶rderten oder geduldeten Pogromen gar nicht zu reden. Im Gegenteil: Nachdem die muslimische PrÃ¤senz in Europa jahrzehntelang verdrÃ¤ngt oder ignoriert wurde, erleben wir heute einen intensiven Diskurs Ã¼ber ihren Platz in der Mitte der europÃ¤ischen Gesellschaft.â€œ Noch weniger als Muslime im Allgemeinen seien tÃ¼rkischstÃ¤mmige EuropÃ¤er im Besonderen von einer organisierten Verfolgung bedroht, konstatierte Herzinger, â€žnicht zuletzt dank der Existenz eines tÃ¼rkischen Staates, dessen Bedeutung fÃ¼r Europa in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen wirdâ€œ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Holocaust-Vergleich durch die HintertÃ¼r&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maliks und Sens Rede von den Muslimen und TÃ¼rken als den â€žJuden von heuteâ€œ ist also falsch, und zwar â€“ qualitativ wie quantitativ â€“ auch dann, wenn sich ihr Vergleich â€žnurâ€œ auf die Diskriminierung der Juden jenseits der Shoa bezogen haben sollte. Aber ihre Beteuerung, keine Analogie zum Holocaust vorgenommen haben zu wollen, hat ohnehin keine Substanz: Zu offensichtlich war ihr Spiel mit den Assoziationen, zu durchschaubar ihre Absicht, nicht nur zu vergleichen, sondern gleichzusetzen â€“ und damit zu suggerieren, den Muslimen respektive TÃ¼rken drohe heute letztlich das gleiche Schicksal wie den Juden damals, nÃ¤mlich die Vernichtung. Der Holocaust-Vergleich hat also quasi die HintertÃ¼r genommen. Gleichwohl wird auch auf diese Weise â€“ â€žwie bewusst auch immer â€“ das Unvergleichliche nicht nur der Judenfeindschaft, sondern namentlich der Shoa geleugnetâ€œ, &lt;a href="http://clemensheni.wordpress.com/2008/07/09/lapsus-orientalis/"&gt;resÃ¼mierte Clemens Heni treffend,&lt;/a&gt; und er benannte, den Historiker Dan Diner zitierend, die unweigerlichen Konsequenzen: â€žWie unter der Hand wird der so seiner Geschichtlichkeit entblÃ¶ÃŸte Holocaust â€“ das zum bloÃŸen Exempel verallgemeinerte Ereignis Auschwitz â€“ zu einem Genozid unter anderen Genoziden mutieren.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Infolge einer solchen â€žanthropologisierenden Wahrnehmungâ€œ (Diner) gerÃ¤t zudem aus dem Blickfeld, dass der Antisemitismus mitnichten tot ist; er hat auch nicht an Bedeutung verloren oder der â€žIslamophobieâ€œ Platz gemacht. Vielmehr hat er eine Art Modernisierung durchlaufen und tritt heute bevorzugt als â€žAntizionismusâ€œ und â€žIsraelkritikâ€œ auf; er hÃ¤lt sich dadurch fÃ¼r ehrbar und kann doch seine Verwandtschaft mit dem Judenhass alter PrÃ¤gung nicht verbergen. Vertreten wird dieser (gar nicht so) neue Antisemitismus nicht zuletzt von den Nachfahren derjenigen, die einst die Shoa ersannen und vollstreckten, derweil sich diejenigen PalÃ¤stinenser, Araber, Muslime, die sich als Opfer eines angeblich von Israel betriebenen â€žHolocaustsâ€œ wÃ¤hnen, wÃ¼nschen, dem jÃ¼dischen Staat und seinen BÃ¼rgern mÃ¶ge das Gleiche widerfahren wie weiland den europÃ¤ischen Juden, nachdem sie keine StaatsbÃ¼rger mehr sein durften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ihre Chancen stehen nicht einmal schlecht: Das iranische Regime arbeitet tatkrÃ¤ftig â€“ und kaum ernsthaft gehindert, schon gar nicht von der deutschen Regierung â€“ daran, die TrÃ¤ume der Judenfeinde aller Couleur Wirklichkeit werden zu lassen und das zu vollenden, was die Deutschen vor 63 Jahren abzubrechen gezwungen wurden. Doch just wer sich dadurch an den Holocaust erinnert fÃ¼hlt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dessen Verharmlosung zu betreiben; noch nicht einmal antisemitisch sollen die PlÃ¤ne der Mullahs sein, sagen nicht wenige von denen, die sonst bereits das morgendliche Klingeln des Weckers fÃ¼r lupenreinen Faschismus halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Faruk Sen entlassen werden soll, ist gewiss nicht zu bedauern. Aber die BegrÃ¼ndung dafÃ¼r geht an der Sache vorbei: FÃ¼r NRW-Integrationsminister Armin Laschet ist Sen nÃ¤mlich â€žweder ein Antisemit noch ein Relativierer des Holocaustâ€œ, sondern bloÃŸ einer, der â€ždie deutsche Integrationspolitikâ€œ verkenne. Sens Aussage treffe â€žinsbesondere die deutsche Gesellschaftâ€œ, fand Laschet &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/182/183609/"&gt;in einem Interview mit der &lt;i style=""&gt;SÃ¼ddeutschen Zeitung&lt;/i&gt;;&lt;/a&gt; selbst mit gutem Willen dÃ¼rfe man â€žso die Deutschen und die deutsche Gesellschaft nicht mit der Zeit vor 1945 vergleichenâ€œ. Der ZfT-Direktor hat sich also nicht der Banalisierung der Shoa schuldig gemacht, sondern an der deutschen â€žVergangenheitsbewÃ¤ltigungâ€œ vergangen. Und das wiegt hierzulande allemal schwerer.</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/07/banal-total.html' title='Banal total'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/1999477824560098356'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/1999477824560098356'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-3579104048922198892</id><published>2008-07-10T02:00:00.019+02:00</published><updated>2008-07-16T23:16:41.729+02:00</updated><title type='text'>Kollektive Amnesie in KÃ¶ln</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SHVlSLT-SKI/AAAAAAAACUk/eLSM75R5hnw/s1600-h/JMK-Modell.jpg" title="Modell des kÃ¼nftigen JÃ¼dischen Museums auf dem KÃ¶lner Rathausplatz"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10pt 10px 0px; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SHVlSLT-SKI/AAAAAAAACUk/eLSM75R5hnw/s800/JMK-Modell.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221190705954572450" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Als Mitte Juni nach jahrelangem Ringen die Entscheidung gefallen war, wie das geplante JÃ¼dische Museum auf dem KÃ¶lner Rathausplatz aussehen soll, gab es allenthalben groÃŸen Beifall fÃ¼r das Modell. Auch die Stadtoberen applaudierten vernehmlich â€“ um wenige Tage spÃ¤ter, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;flankiert von der Lokalpresse,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; den Bauentwurf plÃ¶tzlich scharf zu kritisieren. Nun steht das Projekt, dem ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2006 zugrunde liegt, erneut in Frage. Die Geschichte einer Provinzposse in der angeblich schÃ¶nsten Stadt Deutschlands.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Rathausplatz ist gewÃ¶hnlich ein zentraler Ort, hÃ¤ufig sogar der Mittelpunkt einer Stadt. Das namensgebende AmtsgebÃ¤ude wird oft von einer baulich mehr oder weniger attraktiven FuÃŸgÃ¤ngerzone gesÃ¤umt, die Touristen wie Einheimische anziehen soll, nicht zuletzt mit StraÃŸencafÃ©s und schicken LÃ¤den. In KÃ¶ln aber ist das anders: Dort liegt der Rathausplatz zwar ebenfalls mitten in der City, zwischen Domplatte und Alter Markt. Aber seine Anziehungskraft hÃ¤lt sich, bei Lichte betrachtet, in Grenzen: Er ist leicht abschÃ¼ssig und Durchgangsgebiet sowohl fÃ¼r Autofahrer wie fÃ¼r FuÃŸgÃ¤nger; eingerahmt wird er von der Rathauslaube, dem Wallraf-Richartz-Museum und einer groÃŸen Wohnanlage, deren Erdgeschoss einige wenige GeschÃ¤fte beheimatet. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Rathausplatz zerstÃ¶rt; nach dem Wiederaufbau war er grÃ¶ÃŸer als zuvor und ansonsten â€“ typisch fÃ¼r KÃ¶ln â€“ eine stÃ¤dtebauliche Katastrophe, eine â€žverhÃ¼bschte Nachkriegsbracheâ€œ, wie &lt;a href="http://www.stadtrevue.de/index_archiv.php3?tid=1062&amp;amp;bid=2"&gt;Stefan Kraus vom DiÃ¶zesanmuseum&lt;/a&gt; treffend befand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die StraÃŸe, die direkt am Rathaus vorbei fÃ¼hrt, heiÃŸt Judengasse â€“ ein Hinweis auf das jÃ¼dische Viertel, das sich im Mittelalter an dieser Stelle befand. Wer heute Ã¼ber den Platz geht, sieht die Reste davon: die Mikwe â€“ das jÃ¼dische Ritualbad â€“ unter einer Glaspyramide und seit einiger Zeit die Grundmauern der Synagoge, geschÃ¼tzt von einem groÃŸen Zelt. &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc%7EE2E60C40128B44DF9B2D865C9D28F9A63%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;1424 hatte der Rat beschlossen,&lt;/a&gt; die Juden â€žauf alle Ewigkeitâ€œ zu verbannen; die Synagoge wurde anschlieÃŸend zu einer Kapelle umgebaut. Hier â€“ am historischen Ort also â€“ soll nun ein &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Haus und Museum der jÃ¼dischen Kultur&lt;/span&gt; entstehen. KÃ¶ln hat die Ã¤lteste jÃ¼dische Gemeinde nÃ¶rdlich der Alpen â€“ die Zeugnisse gehen zurÃ¼ck bis ins Jahr 321, zu der Zeit Kaiser Konstantins des GroÃŸen â€“, es verfÃ¼gt Ã¼ber unvergleichliche jÃ¼dische SchÃ¤tze und die grÃ¶ÃŸte Judaica-Sammlung Europas. Aber er hat bislang kein JÃ¼disches Museum, anders als etwa Frankfurt, MÃ¼nchen und Berlin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nicht die Stadt KÃ¶ln tritt fÃ¼r dessen Bau ein, sondern seit 1996 eine &lt;i style=""&gt;Gesellschaft zur FÃ¶rderung eines Hauses der jÃ¼dischen Kultur in Nordrhein-Westfalen&lt;/i&gt;. Mit privaten Mitteln und der Hilfe von Sponsoren will sie ihr Projekt Wirklichkeit werden lassen, und einen anderen Standort als den Rathausplatz hat sie stets abgelehnt. Aus gutem Grund: Das mittelalterliche jÃ¼dische Viertel ist das â€žwichtigste Monument jÃ¼dischen Lebens am Rheinâ€œ, &lt;a href="http://presseclub.boolean.de/website/termin_frame.php?termid=121"&gt;wie der Vorsitzende des FÃ¶rdervereins,&lt;/a&gt; Benedikt Graf Hoensbroech, zu Recht befand. â€žDas dort vorhandene archÃ¤ologische Bauensemble ist in Europa einzigartig.â€œ Als das Vorhaben jedoch konkreter wurde, regte sich Widerspruch: â€žDer Platz ruft von sich aus nicht nach einer Bebauungâ€œ, fand beispielsweise der KÃ¶lner &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1144673462548.shtml"&gt;Ex-Stadtkonservator Ulrich Krings,&lt;/a&gt; und der Vorsitzende des KÃ¶lner Haus- und Grundbesitzervereins, &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1143027844653.shtml"&gt;Hanns Schaefer, fÃ¼rchtete,&lt;/a&gt; von einem â€žPlatz der BÃ¼rgerâ€œ kÃ¶nne nach dem Bau des JÃ¼dischen Museums â€žkeine Rede mehr seinâ€œ. Gar fÃ¼r ein â€žSymbol des Wiederaufbaus nach dem Kriegâ€œ hielt der &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1144673462548.shtml"&gt;Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses,&lt;/a&gt; Karl JÃ¼rgen Klipper, das GelÃ¤nde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ein Ratsbeschluss und die Folgen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die BefÃ¼rworter eines JÃ¼dischen Museums auf dem Rathausplatz waren im KÃ¶lner Rat jedoch in der Mehrheit, und so wurde im Mai 2006 &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc%7EE2E60C40128B44DF9B2D865C9D28F9A63%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;der Beschluss gefasst,&lt;/a&gt; dem FÃ¶rderverein das Areal kostenlos zur Bebauung zu Ã¼berlassen â€“ mit den Stimmen von SPD, FDP und den GrÃ¼nen, gegen die Stimmen der CDU und bei einer Enthaltung des OberbÃ¼rgermeisters Fritz Schramma. Die Entscheidung war allerdings an Bedingungen geknÃ¼pft: Zum einen sollte der Verein als Bauherr die Finanzierung in HÃ¶he von geschÃ¤tzten 15 Millionen Euro alleine gewÃ¤hrleisten; zum anderen sollte ein von der Stadt ausgeschriebener Architektenwettbewerb ermitteln, welches Modell das am besten geeignete ist. Die Teilnehmer standen dabei vor der komplizierten Aufgabe, auch &lt;a href="http://www.museenkoeln.de/archaeologische-zone/default.asp?s=436&amp;amp;tid=211&amp;amp;kontrast=&amp;amp;schrift="&gt;die ArchÃ¤ologische Zone&lt;/a&gt; auf dem Rathausplatz zu berÃ¼cksichtigen. Diese GrabungsstÃ¤tte â€“ die im Unterschied zum Museum durch die Stadt und das Land finanziert wird â€“ ist ein wesentlicher Baustein des Projekts &lt;i style=""&gt;Regionale 2010&lt;/i&gt;, einer Ausstellung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zur FÃ¶rderung der Strukturentwicklung. Sie umfasst neben den mittelalterlichen jÃ¼dischen Bodendenkmalen auch Bauten aus der RÃ¶merzeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitte Juni kÃ¼rte ein international besetzter Gutachterausschuss &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1212172882585.shtml"&gt;den Sieger des Wettbewerbs,&lt;/a&gt; zu dem &lt;a href="http://www.koeln.de/artikel/Koeln/Wettbewerb-entschieden-Juedisches-Museum-auf-dem-Rathausplatz-42830-1.html"&gt;36 Arbeiten eingereicht worden waren.&lt;/a&gt; Die Wahl fiel mit der deutlichen Mehrheit von 21:1 Stimmen auf das ArchitekturbÃ¼ro &lt;i style=""&gt;Wandel Hoefer Lorch + Hirsch&lt;/i&gt; aus SaarbrÃ¼cken, das bereits die Neubauten der Synagogen in Dresden und MÃ¼nchen entworfen hatte. &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1212172882585.shtml"&gt;Nach dessen Plan&lt;/a&gt; soll Ã¼ber der ArchÃ¤ologischen Zone ein mit StÃ¼tzen versehenes Tragwerk entstehen. Dessen oberer Teil ist aus Stein, der untere ist glÃ¤sern und ermÃ¶glicht Einblicke auf die Grabungen. Die frÃ¼here Synagoge und die Mikwe werden von dem Bau eingeschlossen und von oben belichtet. Durch das Konzept wird das mittelalterliche jÃ¼dische Viertel in seinen GrundzÃ¼gen wiederhergestellt. Die HÃ¶he des Baus bleibt dabei unter der des unmittelbar benachbarten Wallraf-Richartz-Museums.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reaktionen auf den Siegerentwurf &lt;a href="http://www.koeln.de/artikel/Koeln/Wettbewerb-entschieden-Juedisches-Museum-auf-dem-Rathausplatz-42830-1.html"&gt;fielen durchweg positiv aus,&lt;/a&gt; auch bei den Stadtoberen. â€žDankbar und frohâ€œ war etwa OberbÃ¼rgermeister Fritz Schramma, dass â€žan dem historischen Platz, wie es ihn in dieser Konstellation nÃ¶rdlich der Alpen kein zweites Mal gibtâ€œ, eine LÃ¶sung gefunden wurde. Auch Kulturdezernent Georg Quander (â€žmir fÃ¤llt mit der Entscheidung ein Stein vom Herzenâ€œ) und StÃ¤dtebaudezernent Bernd Streitberger (â€žgenial, eine fast poetische Architekturâ€œ) zeigten sich sehr zufrieden. Es schien, als seien alle HÃ¼rden Ã¼berwunden, zumal der FÃ¶rderverein zuversichtlich war, die Frage der Finanzierung â€“ &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1212172882585.shtml"&gt;laut Schramma&lt;/a&gt; â€žeine schwierige Aufgabe, aber eine lÃ¶sbareâ€œ â€“ &lt;a href="http://www.welt.de/welt_print/article2108412/Juedisches_Erbe_in_Koeln.html"&gt;schnell und erfolgreich zu klÃ¤ren.&lt;/a&gt; Das Land Nordrhein-Westfalen habe dabei signalisiert, zwar nicht den LÃ¶wenanteil der benÃ¶tigten Mittel zu tragen, sich aber zu beteiligen, sagte Graf Hoensbroech, der Vorsitzende des Vereins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;PlÃ¶tzliche Kehrtwende&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nur wenige Tage nach der Entscheidung wollten die politischen VerantwortungstrÃ¤ger KÃ¶lns plÃ¶tzlich nichts mehr von ihrem ursprÃ¼nglichen Urteil wissen. â€žDer Entwurf stellt einen Riesenkomplex dar, der so hoch ist wie das Rathausâ€œ, klagte der OberbÃ¼rgermeister nun &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1213962200934.shtml"&gt;im &lt;i style=""&gt;KÃ¶lner Stadt-Anzeiger&lt;/i&gt;.&lt;/a&gt; â€žEr fÃ¼llt den vorhandenen Raum sowohl in der LÃ¤nge und Breite als auch in der HÃ¶he vollstÃ¤ndig aus. Weder die Fassade des Rathauses noch die des Wallraf-Richartz-Museums sind Ã¼berhaupt noch in der Sichtachse erkennbar, die werden schlichtweg zugebaut.â€œ Zudem sei â€žim Vorfeld niemals die Frage gestellt worden, wie denn Ã¼berhaupt die grundsÃ¤tzliche Akzeptanz einer solchen Bebauung des Rathausvorplatzes istâ€œ, sagte Schramma und forderte &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1214916469995.shtml"&gt;eine erneute Ã¶ffentliche Diskussion&lt;/a&gt; Ã¼ber das Projekt. AuÃŸerdem seien die Gelder fÃ¼r den Bau noch lÃ¤ngst nicht gesichert. Bemerkenswert auch die Kehrtwende des Kulturdezernenten Georg Quander: Er hatte â€“ anders, als es seine erste Reaktion vermuten lieÃŸ â€“ im Gutachterausschuss als einziger &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1214566250701.shtml"&gt;gegen die PlÃ¤ne der SaarbrÃ¼cker Architekten&lt;/a&gt; gestimmt: Diese erfÃ¼llten die Ausschreibungskriterien zu einem Drittel nicht und gingen â€žmit der Substanz der ArchÃ¤ologischen Zone sehr rigoros umâ€œ, fand er â€“ ebenfalls im &lt;i style=""&gt;KÃ¶lner Stadt-Anzeiger&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeitung bot und bietet aber nicht nur den Verantwortlichen der Stadt KÃ¶ln breiten Raum fÃ¼r die Darlegung ihrer Knall auf Fall verÃ¤nderten Ansichten, sondern fiel selbst der kollektiven Amnesie anheim. Von dem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2006 ist, wenn Ã¼berhaupt, nur am Rande die Rede; es scheint schlichtweg in Vergessenheit geraten zu sein, dass die Diskussionen Ã¼ber den Standort Rathausplatz lÃ¤ngst gelaufen sind und der FÃ¶rderverein seit zwei Jahren die feste Zusage hat, dort auf der Grundlage des siegreichen Architektenmodells ein Haus und Museum der jÃ¼dischen Kultur bauen zu dÃ¼rfen. Mehr noch: Das Blatt entwickelte sich zum Sprachrohr der Museumsgegner und heizte die Debatte dabei ordentlich an. In Grafiken war der geplante Baukomplex &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1213962200934.shtml"&gt;rot schraffiert wie eine Gefahrenzone,&lt;/a&gt; und Chefredakteur Franz Sommerfeld setzte in einem Kommentar &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1213962200222.shtml"&gt;zu einer regelrechten BlutgrÃ¤tsche an:&lt;/a&gt; â€žEin Verlust fÃ¼r die Stadtâ€œ sei die vorgesehene Bebauung des Rathausplatzes, empÃ¶rte er sich, denn â€žeiner der wenigen gelungenen PlÃ¤tze KÃ¶lns wÃ¼rde mit einem groÃŸen Block zugestelltâ€œ. Hier habe John F. Kennedy zu den BÃ¼rgern gesprochen, â€žhier wurde der Sieg der deutschen Handballer in der Weltmeisterschaft 2007 gefeiertâ€œ. Und deshalb dÃ¼rfe man ihn nun nicht â€žzerstÃ¶renâ€œ. Das GelÃ¤nde des unweit gelegenen ehemaligen Kaufhauses Kutz sei der bessere Ort fÃ¼r ein JÃ¼disches Museum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das war noch nicht alles, denn Sommerfeld unterstellte den Initiatoren des Projektes auÃŸerdem, mit ihrem Beharren auf dem Standort Rathausplatz Antisemitismus zu schÃ¼ren: â€žNoch ist nur unterschwellig zu vernehmen, der Ort mÃ¼sse mit RÃ¼cksicht auf die jÃ¼dische Gemeinde gewÃ¤hlt werdenâ€œ, hatte er es im Volke rumoren gehÃ¶rt. Doch wenn der FÃ¶rderverein weiterhin so stÃ¶rrisch sei, drohe bald Schlimmeres: â€žJeder Versuch, stÃ¤dteplanerische Entscheidungen durch Hinweis auf die deutsche Schuld gegen Kritik zu immunisieren, spielt denen in die HÃ¤nde, die die Vernichtung der Juden relativieren und auf antisemitische Reflexe spekulieren.â€œ BloÃŸ hatte nachweislich Ã¼berhaupt niemand einen solchen Versuch unternommen, weshalb Sommerfelds Behauptung sich als haltlose Unterstellung entpuppte, deren Botschaft in etwa diese war: Die jÃ¼dische Gemeinde schwingt die Antisemitismuskeule, macht damit sÃ¤mtliche EinwÃ¤nde platt und sich mitten in der Stadt viel zu breit; daher muss sie sich nicht wundern und ist es sogar selbst schuld, wenn Holocaustleugnung und Judenhass Konjunktur bekommen. Eine Stimmungsmache der besonders abgefeimten Art.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;KÃ¶lscher KlÃ¼ngel?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der blitzartige Meinungsumschwung von Schramma &amp;amp; Co. sowie die fast tÃ¤glichen gegen den Museumsbau auf dem Rathausplatz gerichteten BeitrÃ¤ge in der KÃ¶lner Presse schreien fÃ¶rmlich nach einer ErklÃ¤rung. Und die ist wohl am ehesten im berÃ¼chtigten â€žKÃ¶lschen KlÃ¼ngelâ€œ zu finden, zu dem auch Alfred Neven DuMont zÃ¤hlt. Ihm gehÃ¶ren unter anderem sÃ¤mtliche Tageszeitungen der Domstadt â€“ neben dem &lt;i style=""&gt;KÃ¶lner Stadt-Anzeiger&lt;/i&gt; auch die &lt;i style=""&gt;KÃ¶lnische Rundschau&lt;/i&gt; und das Boulevardblatt &lt;i style=""&gt;Express&lt;/i&gt;. &lt;a href="http://www.welt.de/welt_print/article2147592/Stadt_ohne_Heinzelmaennchen.html"&gt;In der &lt;i style=""&gt;Welt&lt;/i&gt; berichtete Hildegard Stausberg*,&lt;/a&gt; in der traditionellen KÃ¶lner GerÃ¼chtekÃ¼che werde von einem Neven DuMont zugerechneten Brief gemunkelt, der den OberbÃ¼rgermeister vor einigen Tagen erreicht habe: â€žDer Verfasser soll das Bauvorhaben â€šsehr kritischâ€™ gesehen und um â€šumgehende Korrekturâ€™ gebeten haben.â€œ Wenn es wirklich Neven Dumont gewesen sei, der zur Feder gegriffen habe, erklÃ¤re sich auch die ablehnende Haltung seines &lt;i style=""&gt;Stadt-Anzeigers&lt;/i&gt;: â€žDer Herausgeber der Zeitung ist schlieÃŸlich auch Vorsitzender des Stifterrates des Wallraf-Richartz-Museums. Und der sieht die MuseumsplÃ¤ne seit jeher kritisch, weil er in ihnen eine Konkurrenz zum Ungers-Bau erkennt.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun sollen ab dem 16. Juli die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc%7EE2E60C40128B44DF9B2D865C9D28F9A63%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;Ã¶ffentlich ausgestellt werden,&lt;/a&gt; wovon sich OberbÃ¼rgermeister Schramma nach eigenem Bekunden eine breite Debatte erhofft. Das ist in zweierlei Hinsicht seltsam: Zum einen gab es solche Diskussionen bereits vor dem Ratsbeschluss, der im Ãœbrigen eindeutig besagt, dass â€žder Rathausvorplatz der einzig mÃ¶gliche Standortâ€œ fÃ¼r das JÃ¼dische Museum ist und der FÃ¶rderverein sich verpflichtet, â€žden ersten PreistrÃ¤ger mit der DurchfÃ¼hrung des Bauvorhabens zu beauftragenâ€œ. Zum anderen erstaunt die plÃ¶tzliche BÃ¼rgernÃ¤he der Stadtoberen â€“ bei anderen Projekten wie dem Bau einer Moschee im Stadtteil Ehrenfeld oder der Nord-SÃ¼d-Stadtbahn war man deutlich weniger basisdemokratisch gesinnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Historikerin Ingrid Strobl wunderte sich &lt;a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2008/06/27/drk_20080627_2316_ceda83d3.mp3"&gt;in einem Interview mit dem &lt;i style=""&gt;Deutschlandfunk&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; darÃ¼ber, dass diese Debattenfreudigkeit â€žausgerechnet bei einem jÃ¼dischen Themaâ€œ aufkommt. Offenbar passe es &lt;span style=""&gt;einigen nicht, dass das jÃ¼dische Leben und die jÃ¼dische Kultur in KÃ¶ln â€žin einer adÃ¤quaten GrÃ¶ÃŸe dokumentiert werdenâ€œ, sagte sie. &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.welt.de/welt_print/article2172240/Willkommen_am_neuen_Rathausplatz.html"&gt;In der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Welt&lt;/span&gt; argumentierte Rainer Haubrich&lt;/a&gt; zudem gegen den Einwand, das Museum verbaue den Rathausplatz zu sehr: â€žKÃ¶ln hat keinen Mangel an grÃ¶ÃŸeren und kleineren PlÃ¤tzen in der Umgebung des Domes. Was der Innenstadt dagegen an vielen Stellen fehlt, ist groÃŸstÃ¤dtische Dichte. Die SaarbrÃ¼cker Architekten fassen durch ihre Neubebauung den eigentlichen historischen Rathausplatz direkt vor dem Rathaus neu. Dadurch stÃ¼nden dieses bedeutende Denkmal und der Platz davor wieder in einem ausgewogenen VerhÃ¤ltnis, wie man es in vielen anderen StÃ¤dten beobachten kann.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob man im Schatten des Doms doch noch klug und aus der Provinzposse eine Erfolgsgeschichte wird, bleibt abzuwarten. Ernsthafte Zweifel scheinen jedenfalls angebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Der Beitrag von Hildegard Stausberg ist mittlerweile aus dem Online-Archiv der &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Welt&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; entfernt worden und nur noch &lt;a href="http://74.125.39.104/search?q=cache:nWFR4RAtV4cJ:debatte.welt.de/kommentare/78162/stadt%2Bohne%2Bheinzelmaennchen"&gt;Ã¼ber den Google-Cache abzurufen.&lt;/a&gt; In einem am 16. Juli 2008 an &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Lizas Welt&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; gerichteten Schreiben der RechtsanwÃ¤lte &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Oppenhoff &amp;amp; Partner&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;, die Alfred Neven DuMont vertreten, heiÃŸt es dazu erklÃ¤rend, ihr Mandant habe keinen Brief an den KÃ¶lner OberbÃ¼rgermeister geschrieben, und der &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Axel Springer Verlag&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; habe sich deshalb am 9. Juli 2008 verpflichtet, â€žentgegenstehende Behauptungen nicht mehr aufzustellenâ€œ. Ohne juristische Beanstandung blieb dagegen ein am 3. Juli 2008 ebenfalls in der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Welt&lt;/span&gt; erschienener &lt;a href="http://www.welt.de/welt_print/article2172240/Willkommen_am_neuen_Rathausplatz.html"&gt;Artikel von Rainer Haubrich,&lt;/a&gt; in dem der Verfasser darauf hinweist, Alfred Neven DuMont habe â€žnie ein Hehl daraus gemacht, dass er gegen ein weiteres GebÃ¤ude vor dem Wallraf-Richartz-Museum ist â€“ er sitzt im Stifterrat des Hausesâ€œ.&lt;/span&gt;</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/07/kollektive-amnesie-in-kln.html' title='Kollektive Amnesie in KÃ¶ln'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/3579104048922198892'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/3579104048922198892'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-4669570820654125176</id><published>2008-07-07T18:56:00.004+02:00</published><updated>2008-07-08T00:50:50.848+02:00</updated><title type='text'>Ahmadinedjad, recht verstanden</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SHJMaZgWaGI/AAAAAAAACUU/biQ0eAn2YH0/s1600-h/DWIDWU.jpg" title="Ãœbersetzungsfehler: Im Persischen heiÃŸt es â€žTod Israelâ€œ und â€žTod USAâ€œ"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SHJMaZgWaGI/AAAAAAAACUU/biQ0eAn2YH0/s800/DWIDWU.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5220318934482708578" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Seit mehr als zwei Jahren geistert eine geradezu absurde Debatte durch die Medien und das Internet, die sich um die Ã„uÃŸerungen Mahmud Ahmadinedjads zu Israel dreht. Dabei steht vor allem ein Satz im Mittelpunkt, den der iranische PrÃ¤sident am 26. Oktober 2005 auf einer Konferenz in Teheran von sich gegeben hat. Mit â€žIsrael must be wiped off the mapâ€œ wurde dieser Satz aus dem Persischen ins Englische Ã¼bersetzt und mit â€žIsrael muss von der Landkarte radiert werdenâ€œ ins Deutsche. In der britischen Tageszeitung &lt;span style="font-style: italic;"&gt;The Guardian &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2006/jun/14/post155"&gt;bestritt Jonathan Steele im Juni 2006 jedoch,&lt;/a&gt; dass Ahmadinedjad dem jÃ¼dischen Staat seine Vernichtung angekÃ¼ndigt hat: Der PrÃ¤sident sei falsch Ã¼bersetzt worden; er habe lediglich gesagt, das â€žJerusalem besetzende Regime mÃ¼sse von den Seiten der Zeit verschwindenâ€œ. Damit habe Ahmadinedjad keine militÃ¤rische Drohung ausgesprochen, meinte Steele: â€žEr forderte ein Ende der Besetzung Jerusalems zu irgendeinem Zeitpunkt in der Zukunft. Die Redewendung â€šSeiten der Zeitâ€˜ legt nahe, dass er es nicht in unmittelbarer Zukunft erwartet.â€œ Auch die beiden amerikanischen Autoren des Buches &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2007/09/die-protokolle-der-weisen-vom-campus.html"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Israel-Lobby&lt;/span&gt;,&lt;/a&gt; Stephen Walt und John Mearsheimer, &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/992363.html"&gt;betonten unlÃ¤ngst, sie glaubten nicht,&lt;/a&gt; â€ždass Ahmadinedjad zum VÃ¶lkermord aufruftâ€œ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland schrieb die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur Ende MÃ¤rz dieses Jahres &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/858/165387/"&gt;in der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;SÃ¼ddeutschen Zeitung&lt;/span&gt;,&lt;/a&gt; der iranische PrÃ¤sident habe in seinem â€žSchlÃ¼sselsatzâ€œ nur geÃ¤uÃŸert, das â€žBesatzerregimeâ€œ in Israel mÃ¼sse â€žGeschichte werdenâ€œ. Er habe also nicht zum Vernichtungskrieg aufgerufen, sondern bloÃŸ dafÃ¼r plÃ¤diert, â€ždie Besatzung Jerusalems zu beendenâ€œ. Amirpurs Auslassungen stieÃŸen nicht zuletzt bei einem linksradikalen GrÃ¼ppchen namens &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Arbeiterfotografie&lt;/span&gt; auf begeisterte Zustimmung: Dort war man bereits seit Januar eifrig damit beschÃ¤ftigt, diverse Institutionen und Redaktionen mit E-Mails und Appellen auf den vermeintlichen Ãœbersetzungsfehler sowie die angebliche Friedfertigkeit der Mullahs hinzuweisen. &lt;a href="http://www.arbeiterfotografie.com/iran/index-iran-0034.html"&gt;Nicht ohne Erfolg:&lt;/a&gt; Der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Spiegel&lt;/span&gt; gestand einen â€žIrrtumâ€œ ein, auch das ZDF stimmte den â€žArbeiterfotografenâ€œ zu, die Nachrichtenagentur AP erklÃ¤rte, die â€žfalsche Wiedergabe des Zitatsâ€œ nicht mehr zu verwenden, und die dpa kÃ¼ndigte an, sie werde â€žin Zukunft bei der Berichterstattung darauf achten, dass der iranische PrÃ¤sident Mahmud Ahmadinedjad nicht die AuslÃ¶schung Israels oder dessen Tilgung von der Landkarte gefordert hatâ€œ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war Henryk M. Broder, der Sinn und Unsinn dieser Gespensterdebatte Ã¼ber den Wortlaut von Ahmadinedjads Stellungnahme mit einem historischen Vergleich &lt;a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wahre_luegen1/"&gt;auf den Punkt brachte:&lt;/a&gt; â€žDer â€šFÃ¼hrerbefehlâ€™ zur EndlÃ¶sung der Juden- und Zigeunerfrage ist bis heute nicht gefunden worden. [Hitler] hat nur dazu aufgerufen, die Welt von den Juden zu befreien. Von Vernichtung war keine Rede. So wie Ahmadinedjad sich heute eine â€šWorld without Zionismâ€™ wÃ¼nscht.â€œ In der Tat kann es keinerlei Zweifel darÃ¼ber geben, was letzterer meinte, als er â€“ wÃ¶rtlich Ã¼bersetzt â€“ sagte: â€žUnser teurer Imam [Khomeini] befahl, dass dieses Jerusalem besetzende Regime von den Seiten der Zeit getilgt werden muss. Dies war eine sehr weise Ã„uÃŸerung.â€œ Doch angesichts der fortgesetzten internationalen Relativierungsversuche unternahm Joshua Teitelbaum vom &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Jerusalem Center for Public Affairs&lt;/span&gt; (JCPA) die KÃ¤rrnerarbeit, diese und weitere Ã„uÃŸerungen Ahmadinedjads und anderer Vertreter des Regimes &lt;a href="http://jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=154"&gt;wÃ¶rtlich zu Ã¼bersetzen und genau zu analysieren.&lt;/a&gt; â€žJene, welche sich apologetisch vor die iranische FÃ¼hrung stellen, sollten nicht ohne Widerspruch bleiben, wenn sie auf wissenschaftliche Art versuchen, diese extremen und vorsÃ¤tzlichen Aufrufe zur ZerstÃ¶rung Israels zu vernebelnâ€œ, schrieb Teitelbaum. â€žSprache bedingt Bedeutungâ€œ, befand er und resÃ¼mierte:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;â€žEine umfassende Analyse dessen, was Ahmadinedjad tatsÃ¤chlich gesagt hat â€“ und wie es im Iran verstanden wurde â€“ zeigt, dass der iranische PrÃ¤sident nicht lediglich zum â€šRegimewechselâ€™ in Jerusalem aufrief, sondern die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;faktische physische ZerstÃ¶rung des Staates Israel&lt;/span&gt; forderte. Es ist schwierig, ein Land von der Karte zu wischen, ohne dass [...] die BevÃ¶lkerung zerstÃ¶rt wird. Die iranische Regierung selbst bestÃ¤rkt dieses VerstÃ¤ndnis in der Art und Weise, wie sie diese Parolen auf Plakaten und Werbetafeln bei offiziellen Paraden prÃ¤sentiert. [...] Ahmadinedjads Forderungen sind eindeutig ein Aufruf zum VÃ¶lkermord â€“ [zur] ZerstÃ¶rung des jÃ¼dischen Staates und seiner BevÃ¶lkerung. Eine Analyse des Ã„uÃŸerungskontextes zeigt ohne Zweifel auf, dass, wenn die iranische FÃ¼hrung die Euphemismen â€šzionistisches Regimeâ€™ oder â€šdas Besatzungsregime in Jerusalemâ€™ verwendet, sie ausschlieÃŸlich den Staat Israel meint und nicht seine gegenwÃ¤rtige Regierung. [...] Die iranische FÃ¼hrung spricht zudem auch nicht Ã¼ber einen ungesteuerten, natÃ¼rlichen historischen Prozess, welcher zum Niedergang Israels fÃ¼hren werde. Stattdessen befÃ¼rwortet sie aktiv die ZerstÃ¶rung Israels und hat klargestellt, dass sie den Willen und auch die Mittel hat, dies umzusetzen.â€œ&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Feinde des jÃ¼dischen Staates werden sich von Teitelbaums AusfÃ¼hrungen gewiss nicht Ã¼berzeugen lassen, dazu sind sie ideologisch viel zu verbohrt. Allen anderen jedoch â€“ insbesondere denjenigen deutschen Medien, die den Kotau vor einer Sekte von Israelhassern vollzogen haben â€“ sei die grÃ¼ndliche LektÃ¼re des â€žPlÃ¤doyers gegen apologetische Kampagnen zur Entschuldung des Aufrufs zum VÃ¶lkermordâ€œ empfohlen. Zuerst &lt;a href="http://jcpa.org/text/ahmadinejad2-words.pdf"&gt;in englischer Sprache erschienen,&lt;/a&gt; liegt der Beitrag nun auf der Website des JCPA &lt;a href="http://jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=154"&gt;auch in deutscher Ãœbersetzung vor.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zum Foto: â€žDown with Esrailâ€œ (â€žNieder mit Israelâ€œ) und â€žDown with USAâ€œ steht in englischer Sprache auf den bei einer iranischen MilitÃ¤rparade gezeigten Schildern; auf Arabisch heiÃŸt es: â€žTod Israelâ€œ und â€žTod USAâ€œ.&lt;/span&gt;</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/07/ahmadinedjad-recht-verstanden.html' title='Ahmadinedjad, recht verstanden'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/4669570820654125176'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/4669570820654125176'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-7420220363073381888</id><published>2008-07-02T21:00:00.006+02:00</published><updated>2008-07-03T19:36:44.808+02:00</updated><title type='text'>GÃ¶ttinger VerschwÃ¶rungstheorien</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGvNTiSOZII/AAAAAAAACUM/fs3MFifI1hI/s1600-h/IsrOly.jpg" title="Freiwillige Opfer fÃ¼r Israel? Die elf Ermordeten von MÃ¼nchen"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGvNTiSOZII/AAAAAAAACUM/fs3MFifI1hI/s800/IsrOly.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5218490328743306370" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vor knapp zwei Wochen vertrat &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;ein GÃ¶ttinger UniversitÃ¤tsprofessor &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;in einem Vortrag vor akademischem Publikum die Ansicht, die elf wÃ¤hrend der Olympischen Spiele 1972 in MÃ¼nchen von palÃ¤stinensischen Terroristen ermordeten israelischen Sportler hÃ¤tten von dem bevorstehenden Attentat gewusst und seien freiwillig in den Tod gegangen, um sich fÃ¼r Israel zu opfern. Nach Protesten sahen sich nun sowohl der Sportwissenschaftler als auch das PrÃ¤sidium der Hochschule veranlasst, Stellung zu beziehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;HellhÃ¶rig hÃ¤tte man in GÃ¶ttingen schon frÃ¼her werden kÃ¶nnen. Arnd KrÃ¼ger, &lt;span style=""&gt;Professor fÃ¼r Sportgeschichte und Sportsoziologie und Direktor des zur UniversitÃ¤t gehÃ¶renden Instituts fÃ¼r Sportwissenschaften, hatte seine Thesen nÃ¤mlich bereits im FrÃ¼hjahr in einem Interview mit dem Hochschulsportmagazin &lt;i style=""&gt;Seitenwechsel&lt;/i&gt; angedeutet:* â€žAls die AttentÃ¤ter in das Olympische Dorf eindrangen, flÃ¼chtete einer der Geher als Letzter aus dem israelischen Quartier Ã¼ber den Balkon. Er hatte zentimeterdicke BrillenglÃ¤ser, das heiÃŸt er war praktisch blind ohne Brille. Und wenn jemand wie er flÃ¼chten konnte, hÃ¤tte jeder flÃ¼chten kÃ¶nnen. Aber die anderen wollten nicht. Sie hatten sich freiwillig gemeldet und wussten, dass die PalÃ¤stinenser kommen wÃ¼rden. Nicht wann â€“ aber dass.â€œ Die israelische Presse habe die Gefahr fÃ¼r die israelischen Sportler â€žschon Wochen vorherâ€œ diskutiert; die Frauenmannschaft sei deshalb privat untergebracht worden. Die MÃ¤nner im Olympischen Dorf wohnen zu lassen, sei â€žeine politische Entscheidungâ€œ gewesen, sagte KrÃ¼ger, den die VorgÃ¤nge und ihre angeblichen HintergrÃ¼nde an ein historisches Ereignis erinnerten: â€ž[Auch] in Hebron nahm 1949** der damalige Herrscher den Tod der BevÃ¶lkerung in Kauf, um einen Freifahrtsschein fÃ¼r einen Krieg von der WeltÃ¶ffentlichkeit zu bekommen.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch niemand stieÃŸ sich an diesem Interview, und so legte KrÃ¼ger am 20. Juni nach, als er bei der Jahrestagung der Deutschen Vereinigung fÃ¼r Sportwissenschaft (DVS), Sektion Sportgeschichte, einen Vortrag mit dem Titel â€žHebron und MÃ¼nchen. Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?â€œ hielt. â€žDie 1972 beim Olympiaattentat durch palÃ¤stinensische Terroristen getÃ¶teten israelischen Athleten hÃ¤tten von den mÃ¶rderischen PlÃ¤nen gewusst und seien freiwillig in den Tod gegangen â€“ â€šum der Sache Israels als ganzer zu nutzenâ€™â€œ, &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/828/183258/"&gt;fasste unter anderem die &lt;i style=""&gt;SÃ¼ddeutsche Zeitung&lt;/i&gt;,&lt;/a&gt;&lt;i style=""&gt; &lt;/i&gt;die sich auf Teilnehmer der Tagung berief, KrÃ¼gers Darstellungen zusammen. â€žDieser spektakulÃ¤re Opfergang hÃ¤tte die Schuld (und auch die Schulden) Deutschlands gegenÃ¼ber dem Staat Israel verlÃ¤ngern sollen. Zudem konstruierte der Professor ZusammenhÃ¤nge zwischen diesem angeblichen Opfergang sowie einem unterschiedlichen KÃ¶rperverstÃ¤ndnis, das in Israel herrsche. Im Vortrag hieÃŸ es, die Abtreibungsrate in Israel sei bis zu zehnmal hÃ¶her als in anderen westlichen Industrienationen. Die jÃ¼dische Kultur versuche, Leben mit Behinderungen massiv zu verhindern.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Keinerlei Belege&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Belege fÃ¼r seine Behauptungen brachte KrÃ¼ger nicht bei â€“ und er hÃ¤tte auch keine gefunden. Denn unabhÃ¤ngig von der Frage, wie man grundsÃ¤tzlich zu SchwangerschaftsabbrÃ¼chen steht, hatte Israel mit 11,8 Prozent im Jahr 2006 sogar &lt;a href="http://beer7.wordpress.com/2008/07/01/zur-abtreibungsrate-in-israel/"&gt;die niedrigste Abtreibungsrate aller westlichen LÃ¤nder&lt;/a&gt; und gleichzeitig &lt;a href="http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=719"&gt;die hÃ¶chste Geburtenziffer.&lt;/a&gt; Eine Behindertenfeindlichkeit in der jÃ¼dischen Kultur lÃ¤sst sich ebenfalls nicht nachweisen; im Gegenteil hÃ¤tte der Sportwissenschaftler KrÃ¼ger nur &lt;a href="http://www.israel21c.org/bin/en.jsp?enDisplay=view&amp;amp;enDispWhat=object&amp;amp;enZone=Culture&amp;amp;enDispWho=Articles%5El785&amp;amp;enPage=BlankPage"&gt;einen Blick auf die Paralympics&lt;/a&gt; werfen mÃ¼ssen, bei denen stets zahlreiche israelische Sportler an den Start gehen und regelmÃ¤ÃŸig Medaillen abrÃ¤umen. Und das â€žunterschiedliche KÃ¶rperverstÃ¤ndnisâ€œ in Israel beschrieb &lt;a href="http://rungholt.wordpress.com/2008/06/29/unerfreulich/"&gt;das Weblog &lt;i style=""&gt;Letters from Rungholt&lt;/i&gt; treffend so:&lt;/a&gt; â€žEs gibt wohl kaum ein Volk, bei dem das menschliche Leben eine grÃ¶ÃŸere Rolle spielt als im Judentum. Der Grundsatz â€špikuach nefeshâ€™, Rettung eines Menschenlebens, bricht alle anderen Gebote â€“ und dabei spielt es keine Rolle, ob dieses Menschenleben jÃ¼disch ist oder nicht. Im jÃ¼dischen Ethos spielen die Rettung von Leben, die Fortpflanzung und der Schutz von Menschenleben eine riesige Rolle. Es gibt keine MÃ¤rtyrer-Rhetorik, um Tote wird getrauert, um Leben gekÃ¤mpft. Israelis entwickeln Medikamente, medizinische Technologie und Diagnosemethoden, sie schicken Ã„rzte in die ganze Welt, und die ganze israelische Kultur ist nicht auf Totenkult, sondern auf Liebe zum Leben aufgebaut.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor diesem Hintergrund erweist sich auch die These, die israelischen Sportler hÃ¤tten sich in MÃ¼nchen freiwillig geopfert, als reines Hirngespinst. Wie schon in dem &lt;i style=""&gt;Seitenwechsel&lt;/i&gt;-Interview, bemÃ¼hte KrÃ¼ger auch in seinem Vortrag den Vergleich mit dem &lt;a href="http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/hebron29.html"&gt;Massaker von Hebron&lt;/a&gt; zur Untermauerung seiner Ansichten: So, wie die jÃ¼dischen Bewohner 1929 von dem Angriff der Araber gewusst hÃ¤tten und trotz der Warnung der Hagana im Ort verblieben seien, hÃ¤tten auch die israelischen Sportler 1972 in MÃ¼nchen Kenntnis von den AttentatsplÃ¤nen der palÃ¤stinensischen Terrorgruppe &lt;i style=""&gt;Schwarzer September&lt;/i&gt; Kenntnis gehabt, es jedoch vorgezogen, das Olympische Dorf nicht zu verlassen. In beiden FÃ¤llen hÃ¤tten sie damit ihren Herrschern und deren kriegerischer Politik aus eigenem Antrieb genÃ¼tzt â€“ als MÃ¤rtyrer fÃ¼r die jÃ¼dische Sache sozusagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reaktionen auf KrÃ¼gers Vortrag waren deutlich: â€žDas ist eine der schlimmsten Formen der Dehumanisierung des Staates Israelâ€œ, &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,562742,00.html"&gt;sagte Ilan Mor,&lt;/a&gt; der stellvertretende israelische Botschafter in Berlin, â€žund eine Form des neu aufflackernden Antisemitismus in Deutschland, verpackt als Israelkritikâ€œ. Die deutsche Politik und die UniversitÃ¤tsleitung mÃ¼ssten gegen KrÃ¼ger vorgehen, forderte er. Der VizeprÃ¤sident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1214916469848.shtml"&gt;schloss sich an:&lt;/a&gt; â€žDas ist Antisemitismus pur. Hier sind Konsequenzen lÃ¤ngst Ã¼berfÃ¤llig.â€œ &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/828/183258/"&gt;Ã„uÃŸerungen der Tagungsteilnehmer&lt;/a&gt; auf den Vortrag reichten von â€žgefÃ¤hrlicher Unfugâ€œ bis zu â€žantijÃ¼dische Stereotypeâ€œ. Die Wissenschaftler forderten die GÃ¶ttinger UniversitÃ¤t zu MaÃŸnahmen auf und informierten die Ethikkommission der Deutschen Vereinigung fÃ¼r Sportwissenschaft. Das PrÃ¤sidium der Hochschule hingegen mauerte: Es &lt;a href="http://www.uni-goettingen.de/de/87311.html"&gt;â€žbedauerteâ€œ in einer ErklÃ¤rung&lt;/a&gt; zwar, â€ždass Ã„uÃŸerungen eines GÃ¶ttinger Wissenschaftlers Anlass dazu gegeben haben, als Angriff auf den Staat Israel und seine BÃ¼rger oder als antisemitische Positionen verstanden zu werdenâ€œ, verwies ansonsten jedoch auf den â€žwissenschaftlichen Diskursâ€œ, in dem â€žThesen oder Hypothesen von AngehÃ¶rigen der UniversitÃ¤t behandelt und bewertet werdenâ€œ mÃ¼ssten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Noch tiefer in den Sumpf&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen hat sich auch Arnd KrÃ¼ger &lt;a href="http://www.uni-goettingen.de/de/87312.html"&gt;zu einer Stellungnahme durchgerungen,&lt;/a&gt; die auf der Website der UniversitÃ¤t verÃ¶ffentlicht wurde. â€ž&lt;/span&gt;Meine ErklÃ¤rungsversuche des Kontextes des Ereignisses waren offensichtlich untauglichâ€œ, heiÃŸt es darin. Die Verwendung aktueller israelischer Literatur zum KÃ¶rperverstÃ¤ndnis habe â€žkeine Aussagekraft fÃ¼r die Situation 1972â€œ. Er habe diese Arbeiten aus Israel zitiert, â€žweil ich hoffte, hiermit ein kulturhistorisches PhÃ¤nomen erklÃ¤ren zu kÃ¶nnen â€“ und nicht, weil ich beabsichtigt hÃ¤tte, hiermit irgendjemanden zu diskreditierenâ€œ. Auch zu seinem Vergleich zwischen Hebron und MÃ¼nchen bezog der Sportprofessor Position: â€žFÃ¼r 1929 ist es Ã¼berliefert, dass die jÃ¼dische BevÃ¶lkerung konkret durch die Hagana gewarnt wurde, aber blieb, weil man sich nicht vorstellen konnte, dass die arabischen Nachbarn, mit denen man seit Generationen zusammengelebt hatte, zu solchen GrÃ¤uel fÃ¤hig sein wÃ¼rden.â€œ Ob die israelische MannschaftsfÃ¼hrung gewarnt worden sei, werde sich erst nach Ã–ffnung aller Archive fÃ¼r 1972 ermitteln lassen. AbschlieÃŸend schrieb KrÃ¼ger, er bedauere es, â€ždass der Eindruck entstanden ist, als sei ich ein Anti-Semitâ€œ. Seine bisherigen Publikationen bewiesen sÃ¤mtlich â€ždas Gegenteilâ€œ, beteuerte er. Zudem widersprach der Historiker rundweg den Ã„uÃŸerungen seiner HÃ¶rer: â€žBei meinem Referat in GÃ¶ttingen habe ich eine FÃ¼lle von mÃ¶glichen ErklÃ¤rungen angesprochen, aber ich habe zu keiner Zeit vom â€šOpfer-Todâ€™ der israelischen Sportler gesprochen.â€œ NatÃ¼rlich seien Ermordete Opfer, â€žaber sie haben sich deshalb noch nicht â€šgeopfertâ€™â€œ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch diese nachgeschobenen ErklÃ¤rungsversuche hat sich KrÃ¼ger trotz der teilweisen Selbstkritik letztlich noch tiefer in den Sumpf gezogen. Denn zum einen bezichtigte er de facto die anwesenden Wissenschaftler, die Unwahrheit Ã¼ber seinen Vortrag erzÃ¤hlt zu haben, und bereits das dÃ¼rfte kaum unwidersprochen bleiben. Zum anderen stellt sich die Frage, wieso er erst im Brustton der Ãœberzeugung vor einem Fachpublikum verkÃ¼ndete, die israelischen Sportler hÃ¤tten von dem Attentat gewusst und es aus politischen GrÃ¼nden in Kauf genommen, um dann plÃ¶tzlich auf die Archive zu verweisen, auf deren Ã–ffnung man zur KlÃ¤rung der HintergrÃ¼nde warten mÃ¼sse. Dieser offenkundige Widerspruch wirft auch ein Licht auf KrÃ¼gers Motivation bei der ErgrÃ¼ndung des â€žkulturhistorischen PhÃ¤nomensâ€œ, dessen Existenz er in seiner Stellungnahme weiterhin behauptete, obwohl es doch nur seine eigene Erfindung war: Der Versuch, von 1929 Ã¼ber 1972 bis heute eine KontinuitÃ¤t in der jÃ¼dischen Kultur aufzuzeigen, die sich durch Eugenik, Lebensfeindlichkeit, Opferkult und KriegslÃ¼sternheit auszeichne, basiert nachweislich auf nichts als falschen Zahlen, Unterstellungen und FehleinschÃ¤tzungen â€“ und hier war nicht ein Erstsemester am Werk, sondern ein habilitierter Wissenschaftler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da hat also augenscheinlich ein Akademiker seinen Projektionen freien Lauf gelassen â€“ Projektionen, mit denen nicht zufÃ¤llig und nicht zum ersten Mal Juden das unterstellt wird, was die Nationalsozialisten Praxis werden lieÃŸen und was in Teilen auch die arabisch-muslimischen Feinde Israels kennzeichnet. Dass die israelischen Olympiateilnehmer sich nicht zuletzt deshalb so willig hÃ¤tten ermorden lassen, um â€ždie Schuld (und auch die Schulden) Deutschlands gegenÃ¼ber dem Staat Israel zu verlÃ¤ngernâ€œ, wie KrÃ¼ger in seinem Referat behauptete, rundet seine VerschwÃ¶rungstheorie schlieÃŸlich ab. Das ZurÃ¼ckrudern in der Ã¶ffentlichen ErklÃ¤rung erfolgte nur halbherzig, und es wirkt weniger glaubwÃ¼rdig als vielmehr wie die hektische Reaktion von einem, dem gerade der Wind eiskalt ins Gesicht blÃ¤st. Die â€žFallstricke des Antisemitismusâ€œ, von denen Arnd KrÃ¼ger sprach, er hat sie selbst ausgelegt und ist dann Ã¼ber sie gestolpert. Man darf gespannt sein, wie die Konsequenzen aussehen werden â€“ wenn es denn Ã¼berhaupt welche gibt und die Angelegenheit nicht, wie von der UniversitÃ¤tsleitung gewÃ¼nscht, im â€žwissenschaftlichen Diskursâ€œ verschwindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* â€žDefinitiv falsch und doch ein bisschen richtigâ€œ â€“ Interview mit Prof. Dr. Arnd KrÃ¼ger, in: &lt;i style=""&gt;Seitenwechsel&lt;/i&gt;, Sommersemester 2008, Seite 40/41 (nur Printausgabe; AuszÃ¼ge finden sich &lt;a href="http://www.sportswire.de/2008/06/prof-arnd-kruger-interview-fruhjahr-2008/"&gt;bei &lt;i style=""&gt;Sportswire&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;** KrÃ¼ger spielte auf das Massaker von Hebron aus dem Jahr 1929 an; die Jahreszahl 1949 ist deshalb falsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Foto zeigt die elf Ermordeten. Von links oben nach rechts unten: Moshe Weinberg (33, Ringer-Trainer), Jakov Springer (50, Gewichtheber-Kampfrichter), Eliezer Halfin (24, Ringer), Mark Slavin (18, Ringer), Kehat Shorr (45, SchÃ¼tzen-Trainer), Joseph Gottfreund (44, Ringer-Kampfrichter), David Berger (28, Gewichtheber), Zeev Friedman (28, Gewichtheber), Joseph Romano (31, Gewichtheber), Amitzur Shapira (40, Leichtathletik-Trainer), AndrÃ© Spitzer (27, Fecht-Trainer).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- - - - - - - - - -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;Update 3. Juli 2008:&lt;/span&gt; Der Druck auf KrÃ¼ger wÃ¤chst, &lt;a href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/dosb_fordert_professor_krueger_zur_ruecknahme_seiner_thesen_auf/9746/cHash/d1b666a0d7/"&gt;wie diese Meldung zeigt:&lt;/a&gt; â€žDer PrÃ¤sident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper haben den GÃ¶ttinger Sportwissenschaftler Professor Arnd KrÃ¼ger aufgefordert, seine abstrusen Thesen zum Tod der israelischen Geiseln anlÃ¤sslich des palÃ¤stinensischen Terroranschlags auf die Olympischen Spiele von MÃ¼nchen 1972 Ã¶ffentlich zurÃ¼ckzunehmen. Vor allem aber, so Bach und Vesper weiter, solle sich KrÃ¼ger unverzÃ¼glich bei den Hinterbliebenen der damaligen Terroropfer entschuldigen. KrÃ¼ger hatte seine Thesen bei der Jahrestagung der Sektion Sportgeschichte der Deutschen Vereinigung fÃ¼r Sportwissenschaften am 20. Juni 2008 in GÃ¶ttingen vorgetragen. Diese seien â€švÃ¶llig inakzeptabelâ€™ nicht nur, weil sie sich auf keinerlei Belege stÃ¼tzten, sondern vor allem wegen des daraus sprechenden antisemitischen Menschenbildes, so Bach und Vesper.â€œ</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/07/gttinger-verschwrungstheorien.html' title='GÃ¶ttinger VerschwÃ¶rungstheorien'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/7420220363073381888'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7420220363073381888'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-7433384538755736172</id><published>2008-07-01T14:30:00.003+02:00</published><updated>2008-07-01T14:49:05.583+02:00</updated><title type='text'>Mies gemacht (VIII und Schluss)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGojMizn6_I/AAAAAAAACTs/L4SdGNxpJt8/s1600-h/Torr.jpg" title="Bomber Torres, do it again!"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGojMizn6_I/AAAAAAAACTs/L4SdGNxpJt8/s400/Torr.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5218021816670874610" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe Vizeeuropameister!&lt;/span&gt; â€žSo gehen die Deutschenâ€œ, prangte es trotzig in fetten Lettern auf euren eigens angefertigten T-Shirts, die ihr am Montag &lt;a href="http://www.volksblatt.at/index.php?id=38237&amp;amp;MP=61-157"&gt;bei der Verliererfeier&lt;/a&gt; auf der Berliner â€žFanmeileâ€œ spazieren gefÃ¼hrt habt. â€žSo gehen die Deutschenâ€œ â€“ aufrecht &lt;a href="http://www.geocities.com/shadow_bitten/Wermacht/2003/goosestep_parade_in_warsaw.gif"&gt;wie eh und je&lt;/a&gt; â€“ â€žbis 2010â€œ, zur WM in SÃ¼dafrika nÃ¤mlich. Daher schon jetzt eine herzliche Bitte an den SchÃ¼tzen des Siegtores von Wien: &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Arthur_Travers_Harris"&gt;Bomber Torres,&lt;/a&gt; do it again!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe Deutschlandfans!&lt;/span&gt; Gleich dreihunderttausend von euch haben in der Hauptstadt die &lt;a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/06/die-deutschen-gehen-so.html"&gt;â€žkrawallige Karaoke-Party mit zugekauftem Frohsinnâ€œ&lt;/a&gt; bevÃ¶lkert und dafÃ¼r ein &lt;a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/06/die-deutschen-gehen-so.html"&gt;Programm der Extraklasse&lt;/a&gt; serviert bekommen: â€žEs singt Christina StÃ¼rmer noch einmal eine EM-Hymne namens â€šFieberâ€™, es krÃ¤ht der unbarmherzige Kasper Oliver Pocher Reste einer Liedruine, es stottert ein Ã¼bernÃ¤chtigter Mertesacker unwillig Freude ins Mikro, und der tote Drafi Deutscher Ã¼berbringt GlÃ¼ckwÃ¼nsche mit â€šMarmor, Stein und Eisen brichtâ€™. Ein Herz aus Stein hat, wer da nicht mitbrechen muss.â€œ Dam, dam. Dam, dam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Michael Ballack!&lt;/span&gt; Ihre malade Wade hat das Land nachhaltig beschÃ¤ftigt und bei den Deutschen vor dem finalen Kampf die letzten Reserven mobilisiert: Nach der Flakhelfergeneration gibt es jetzt also die Ballackhelfergeneration. Aber mit der ist irgendwie auch kein Krieg zu gewinnen, was?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.lizaswelt.net/search?q=mies+gemacht" target="_blank" title="Mies gemacht â€“ die EM-Kolumne von Lizas Welt"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGojTiMRLII/AAAAAAAACT0/iDbFqlp9heo/s200/LizaEuro2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5218021936764890242" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Lukas Podolski!&lt;/span&gt; Im Biologieunterricht hat man uns noch das mit den Bienchen und den BlÃ¼mchen erklÃ¤rt und dass rein gar nix passieren kann, wenn man nur ein bisschen Speichel austauscht. Doch nun berichtet &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/EM-2008/2008/07/01/frauen-der-em-helden/neue-serie-in-bild,geo=5005848.html"&gt;die â€žBildâ€œ-Zeitung&lt;/a&gt; Ã¼ber â€žMonika, die erste (und einzige) Frau, die Lukas Podolski gekÃ¼sst hat. Heute sind sie glÃ¼ckliche Eltern.â€œ Und da sagen wir doch voller Ehrfurcht: Boah!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Christoph Metzelder!&lt;/span&gt; â€žWer rasiert, verliertâ€œ, lautet eine alte FuÃŸballerweisheit, der Sie sich ganz offensichtlich strengstens verpflichtet fÃ¼hlen. Als die Parole dann nach dem Schlusspfiff des Endspiels obsolet geworden war, kam die Gesichtsbehaarung endlich runter â€“ und um ehrlich zu sein: Das war mit Abstand Ihre stÃ¤rkste Aktion bei der Euro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Und noch einmal lieber Michael Ballack!&lt;/span&gt; â€žEs gab starke Teams bei der EMâ€œ, fassten Sie nach Spielende vor laufender Kamera zusammen: â€žHolland, Italien, Portugal und die Niederlande.â€œ Und jetzt sagen Sie mal: Zu viel &lt;a href="http://em2004.kaywa.ch/files/Holland%20-%20Niederland_1.mp3"&gt;Ã–sterreichischen Rundfunk gehÃ¶rt&lt;/a&gt; in den letzten Wochen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe deutsche Nationalmannschaft!&lt;/span&gt; Beim &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/EM-2008/2008/07/01/bis-morgens-tranken-sie-den-frust-weg/die-nacht-von-wien-nach-dem-finale,geo=5003500.html"&gt;Bankett nach dem Finale&lt;/a&gt; die Chorizo-Wurst keines Happens zu wÃ¼rdigen â€“ da habt ihrâ€™s den Spaniern aber derbe gegeben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Hartmut Witte (Aalen)!&lt;/span&gt; â€žDer &lt;i style=""&gt;kicker&lt;/i&gt; berichtete ausfÃ¼hrlich, aber nur in versachlichter Formâ€œ, beschwerten Sie sich mit einem Leserbrief beim nÃ¤mlichen Fachblatt. â€žIch vermisse Patriotismus bzw. ein â€šWir-GefÃ¼hlâ€™.â€œ DÃ¼rfen wir davon ausgehen, dass Sie den Antrag, das vaterlandslose NÃ¼rnberger Sportmagazin auf den Index zu setzen, schon bei der BundesprÃ¼fstelle fÃ¼r jugendgefÃ¤hrdende Schriften eingereicht haben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe Monica Lierhaus!&lt;/span&gt; Um es &lt;a href="http://www.ja-gut-aeh-ich-sag-mal.com/dieter_eilts.html"&gt;mit Dieter Eilts&lt;/a&gt; zu sagen: â€žWenn meine Oma ein Bus wÃ¤re, dann kÃ¶nnte sie hupen.â€œ Oder, in den Worten des &lt;a href="http://www.netzeitung.de/sport/em2008/medien/1072517.html"&gt;Philosophen Jens Lehmann:&lt;/a&gt; â€žDer Konjunktiv ist der Feind des Verlierers.â€œ Jede Wette, daran knabbern Sie immer noch. Zu Recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;a href="http://www.lizaswelt.net/search?q=mies+gemacht"&gt;Mies gemacht&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; war die EM-Kolumne von &lt;i style=""&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt;. Ein groÃŸes DankeschÃ¶n an die vielen Leserinnen und Leser, die sie mit E-Mails, Tipps, Hinweisen und Recherchen Ã¼berhaupt erst ermÃ¶glicht haben.&lt;/span&gt;</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/07/mies-gemacht-viii-und-schluss.html' title='Mies gemacht (VIII und Schluss)'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/7433384538755736172'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7433384538755736172'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-3645404236778147669</id><published>2008-06-30T16:30:00.004+02:00</published><updated>2008-06-30T21:25:05.103+02:00</updated><title type='text'>Der neue Sophismus</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGky_bFTC8I/AAAAAAAACTk/bNoCCTBb5AE/s1600-h/Iranflag.jpg" title="Der neue Sophismus"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGky_bFTC8I/AAAAAAAACTk/bNoCCTBb5AE/s400/Iranflag.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5217757708468554690" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Mit wem â€žmultilateraleâ€œ deutsche Friedensforscher fÃ¼r eine â€žraketenfreie Zone Nahostâ€œ kÃ¤mpfen, wie man Israel moderat und pragmatisch aus der Welt schafft, wer derlei groÃŸzÃ¼gig unterstÃ¼tzt und was das alles mit deutschen Tugenden zu tun hat â€“ darÃ¼ber gab eine Konferenz Aufschluss, die kÃ¼rzlich in Berlin vonstatten ging. Christian J. Heinrich hat sich fÃ¼r &lt;i&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt; mit ihr auseinander gesetzt und begreift nun besser als je zuvor, was man im â€žLand der Ideenâ€œ unter â€žEinfallsreichtumâ€œ, â€žschÃ¶pferischer Leidenschaftâ€œ und â€žvisionÃ¤rem Denkenâ€œ versteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON CHRISTIAN J. HEINRICH&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist Ã¼blich geworden, unsere Zeiten als â€žpostideologischâ€œ oder â€žpostmodernâ€œ zu bezeichnen und das als Fortschritt zu verstehen. Wir haben, so wird behauptet, die Ideologien und die Moderne hinter uns gelassen; aus der angestrengten Suche der AufklÃ¤rer nach der &lt;i&gt;einen&lt;/i&gt; Wahrheit ist der Reichtum vieler, jeweils kulturell bestimmter Wahrheiten geworden. Diese Vielfalt kultureller Wahrheiten trifft auch das politische Feld. Einige der ehemaligen Bundeskanzler beispielsweise (nach eigenem VerstÃ¤ndnis: Demokraten) bemÃ¼hen sich redlich, der Demokratie ihren universalen Wert abzusprechen. Gerhard SchrÃ¶der bezeichnet Putin als â€žlupenreinen Demokratenâ€œ, und &lt;a href="http://www.zeit.de/2006/39/China_Vorabdruck"&gt;Helmut Schmidt nimmt China in Schutz:&lt;/a&gt; â€žIch halte nichts davon, mit westlicher Ãœberheblichkeit von auÃŸereuropÃ¤ischen Staaten mit ganz anderer Geschichte und kultureller PrÃ¤gung Demokratie zu verlangen.â€œ Statt solcher â€žÃœberheblichkeitâ€œ wird â€“ nicht zuletzt zum eigenen Nutzen â€“ der respektvolle â€žDialogâ€œ anempfohlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derlei Anschmiegsamkeit an Despotie und Barbarei ist nichts Neues unter der Sonne. Schon der AufklÃ¤rer Christoph Martin Wieland lieÃŸ in seiner â€žGeschichte des Agathonâ€œ den altgriechischen Sophisten Hippias sich selbst preisen: â€žDer Weise hingegen ist der allgemeine Mensch, der Mensch, dem alle Farben, alle UmstÃ¤nde, alle Verfassungen und Stellungen anstehen; und er ist es eben darum, weil er keine besondere Vorurtheile und Leidenschaften hat, weil er nichts als ein Mensch ist. Er gefÃ¤llt allenthalben, weil er, wohin er kommt, die Vorurtheile und Thorheiten gefallen lÃ¤ÃŸt, die er antrifft. Wie sollte er nicht geliebt werden, er, der immer bereit ist sich fÃ¼r die Vortheile andrer zu ereifern, ihre Begriffe zu billigen, ihren Leidenschaften zu schmeicheln?â€œ*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hippias im Land der Ideen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kulturrelativisten dieser Tage scheinen sich an Hippias ein Vorbild zu nehmen. Denn die alte Idee des Sophismus erlebt eine neue BlÃ¼te, derweil im verschlammten Bewusstsein fÃ¼r Wielands Kritik kein Ort mehr ist. Und Deutschland, das war und ist das Land der Kultivierung ganz besonderer Ideen; â€žwesentliche Eigenschaften der Deutschenâ€œ sind â€“ so stellte es eine Initiative &lt;a href="http://www.land-der-ideen.de/CDA/die_initiative,14,0,,de.html"&gt;unter der Schirmherrschaft von BundesprÃ¤sident Horst KÃ¶hler fest&lt;/a&gt; â€“ â€žEinfallsreichtum, schÃ¶pferische Leidenschaft und visionÃ¤res Denkenâ€œ. Diese Initiative mit dem tÃ¶nenden Titel â€žDeutschland â€“ Land der Ideenâ€œ fand heraus, dass insbesondere die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) in Frankfurt am Main ein Ort ist, an dem die vorbenannten &lt;a href="http://www.land-der-ideen.de/CDA/ort_des_tages,1987,1,,de.html?action=detail&amp;amp;id=2880"&gt;deutschen Tugenden zu finden sind.&lt;/a&gt; So viel Lorbeer will verdient sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Frankfurter Friedensforscher nach Frieden forschen, so tun sie dies zum Beispiel im Rahmen einer â€žMultilateralen Studiengruppe raketenfreie Zone Nahostâ€œ. Was da klingt wie das ambitionierte Projekt der Linkspartei, Ortsgruppe Neu-Isenburg SÃ¼d, ist in Wirklichkeit eine Unternehmung der erwÃ¤hnten Hessischen Stiftung und als solche der Bundesregierung, der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und nicht zuletzt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau â€žgroÃŸzÃ¼gige UnterstÃ¼tzungâ€œ wert. Denn die Studiengruppe macht schon mit ihrem Namen alles richtig. Wer wollte auch etwas gegen Multilateralismus und einen raketenfreien Nahen Osten einwenden? Nur die Amerikaner setzen bekanntlich eher auf Unilateralismus und die Israelis eher auf atomare Abschreckung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um diese â€žraketenfreien Zone Nahostâ€œ zu befÃ¶rdern, lud man am 24. und 25. Juni in die Vertretung des Landes Hessen nach Berlin. Es kamen ausgewiesene Experten zusammen, darunter neben dem etwas glÃ¼cklosen einstigen Chef der Internationalen Atomenergieorganisation, &lt;a href="http://youtube.com/watch?v=5EDNF8eBwBs&amp;amp;feature=related"&gt;Hans Blix,&lt;/a&gt; auch der ehemalige VizeauÃŸenminister des Iran, Mohammad Javad Ardashir Laridjani. Diese Einladungspolitik ist konsequent: In einem Strategiepapier der hessischen Friedensfreunde wurden gerade erst â€žpragmatischeâ€œ respektive â€žmoderateâ€œ iranische Politiker gelobt; man solle â€“ so die &lt;a href="http://www.hsfk.de/fileadmin/downloads/report0407_01.pdf"&gt;Empfehlung an die deutsche AuÃŸenpolitik&lt;/a&gt; â€“ auf ein Comeback â€ždes pragmatisch-konservativen Rafsandjani oder des moderaten Chatamiâ€œ setzen, denn ihre â€žzurÃ¼ckhaltendere Wortwahl dÃ¼rfte die Voraussetzungen fÃ¼r konstruktive GesprÃ¤che wie Ã¼berhaupt fÃ¼r Direktdiplomatie zwischen Washington und Teheran [...] merklich verbessernâ€œ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGjfzDLJ1MI/AAAAAAAACTM/QzVCgsSqssM/s1600-h/Larijani.jpg" title="Mohammad Laridjani, VisionÃ¤r und FriedenstÃ¤ubchen"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGjfzDLJ1MI/AAAAAAAACTM/QzVCgsSqssM/s400/Larijani.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5217666236427130050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zu Gast bei Freunden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie eine solche â€žzurÃ¼ckhaltende Wortwahlâ€œ aussieht, war schon an dem als â€žpragmatisch-konservativâ€œ gelobten Hashemi Rafsandjani auszumachen, der als VorgÃ¤nger Mahmud Ahmadinedjads im Amt des iranischen PrÃ¤sidenten &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/;art141,1892016"&gt;bereits 2001 spekulierte,&lt;/a&gt; dass sein Land in einer nuklearen Auseinandersetzung mit Israel vielleicht 15 Millionen Menschen verlÃ¶re, was nur ein kleines Opfer fÃ¼r die eine Milliarde Muslime weltweit im Tausch fÃ¼r das Leben von fÃ¼nf Millionen israelischen Juden sei. So viel vornehme Reserviertheit qualifiziert natÃ¼rlich fÃ¼r â€žkonstruktive GesprÃ¤cheâ€œ (und deutsche Stiftungen haben sich bekanntlich noch keinem â€žDialogâ€œ verweigert), denn die Vernichtung Israels kann dann â€“ quasi direktdiplomatisch, aber mit Sicherheit unter Umgehung Washingtons â€“ ganz â€žpragmatischâ€œ und â€žmoderatâ€œ angegangen werden. Eine ebenso â€žzurÃ¼ckhaltende Wortwahlâ€œ wÃ¤hlte auch einer der &lt;i&gt;most distinguished guests&lt;/i&gt; auf der Berliner Konferenz der HSFK, nÃ¤mlich &lt;a href="http://www.hsfk.de/index.php?id=131"&gt;der erwÃ¤hnte Mohammad Laridjani&lt;/a&gt; (Foto), als er die Tagungsteilnehmer zur &lt;a href="http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&amp;amp;Param_Kat=3&amp;amp;Param_RB=10&amp;amp;Param_Red=10069"&gt;Annullierung des â€žzionistischen Projektsâ€œ aufrief,&lt;/a&gt; das in den vergangenen 60 Jahren zu einem â€žfehlgeschlagenen Planâ€œ geworden sei und â€žnur Gewalt und Grausamkeitenâ€œ geschaffen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die deutschen Gastgeber reagierten darauf, wie gute Gastgeber eben reagieren, insbesondere dann, wenn sie dem neuen Sophismus anhÃ¤ngen: gar nicht. Antiisraelische AusfÃ¤lle werden als Teil der politisch-kulturellen Eigenart islamischer Gelehrter und Politiker durchaus akzeptiert und nicht selten auch goutiert. Einer der Organisatoren â€“ &lt;a href="http://www.hsfk.de/uploads/tx_hsfkemployee/Kubbig_wolfgang_runkel_.jpg"&gt;Bernd W. Kubbig,&lt;/a&gt; seines Zeichens PD Dr. habil. â€“ bat nach Laridjanis Rede darum, Nachfragen ausschlieÃŸlich zum unmittelbaren Thema der Konferenz (â€žRaketenabwehr, Russland und der Nahe Ostenâ€œ) zu stellen, so, als wÃ¼nschte er geradezu, dass Laridjani sich ohne Widerworte Ã¼ber Israel echauffieren kann. Einige fÃ¼r israelische Tageszeitungen arbeitende Journalisten hielten sich aber nicht an dieses Gebot und empÃ¶rten sich, weshalb Laridjani nachlegte: Die Leugnung des Holocaust in der muslimischen Welt habe nichts mit Antisemitismus zu tun; darÃ¼ber hinaus habe PrÃ¤sident Mahmud Ahmadinedjad niemals die Judenvernichtung geleugnet. AuÃŸerdem dÃ¼rfe der Holocaust nicht BegrÃ¼ndung fÃ¼r einen â€žneuen Holocaustâ€œ sein â€“ wie er derzeit im Gazastreifen geschehe. Und last but not least dirigiere Israel eine &lt;a href="http://www.ftd.de/politik/international/:Antiisraelische%20Parolen%20Antisemitismus%20Staatskosten/378537.html"&gt;internationale â€žKampagneâ€œ gegen den Iran.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst diese Attacken Laridjanis waren den Veranstaltern kein Anlass, den â€žDialogâ€œ abzubrechen und Laridjanis AusfÃ¼hrungen als indiskutabel zu verurteilen. Das wiederum verstanden syrische, libanesische und saudi-arabische Teilnehmer der Konferenz ganz recht â€“ sie fÃ¼hlten sich nun ihrerseits ermuntert, gegen Israel zu Felde zu ziehen. So nahm die ins offen Antisemitische gekippte Konferenz ungehindert ihren â€ždiskursivenâ€œ Verlauf. Es war an Stephan J. Kramer, dem GeneralsekretÃ¤r des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Konferenz &lt;a href="http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&amp;amp;Param_Kat=3&amp;amp;Param_RB=31&amp;amp;Param_Red=10080"&gt;mit der nÃ¶tigen Deutlichkeit zu skandalisieren:&lt;/a&gt; â€žAntiisraelische Ã„uÃŸerungen und die erneute Leugnung des Holocausts auf einer mit deutschen Steuergeldern, von FES, AuswÃ¤rtigem Amt, SPD und EKD gefÃ¶rderten und in Berlin ausgerichteten Konferenz, stellen im 70. Jahr der Erinnerung an die Reichspogromnacht die regierungsamtlichen SolidaritÃ¤tsbekundungen mit Israel in Frage. [...] Dass weder das AuswÃ¤rtige Amt noch AuÃŸenminister Frank-Walter Steinmeier persÃ¶nlich den kruden Vergleichen Laridjanis energisch widersprochen haben, zeigt die Doppelmoral und GleichgÃ¼ltigkeit im Umgang mit dem Mullah-Regime. [...] Die deutsche Regierung hofiert das Mullah-Regime, indem sie ihm unkritische Plattformen bietet, seine menschenverachtende Propaganda und Hetze zu verbreiten, von der erodierenden GlaubwÃ¼rdigkeit deutscher AuÃŸenpolitik gar nicht zu reden.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;KollateralschÃ¤den der Friedensforschung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun erst, da neben der Stiftung auch ihre Finanziers unter anderem in Steinmeiers AuÃŸenministerium in die Kritik gerieten, reagierten die Veranstalter der Tagung mit einer Pressemitteilung, um die KollateralschÃ¤den der Friedensforschung zu begrenzen. Diese ErklÃ¤rung aber ist in ihrer dreisten Argumentation &lt;a href="http://www.hsfk.de/index.php?id=25&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=593&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=5&amp;amp;cHash=f6d6b71d7a"&gt;prototypisch fÃ¼r den neuen Sophismus:&lt;/a&gt; â€žMit groÃŸer BestÃ¼rzung hat die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) Medienberichte aufgenommen, in denen im Zusammenhang mit ihrer Nahost-Konferenz vom vergangenen Mittwoch von Antisemitismus die Rede ist. Wir bedauern es auÃŸerordentlich, dass Ã„uÃŸerungen von Mohammad Laridjani, dem frÃ¼heren iranischen VizeauÃŸenminister, auf dieser Konferenz die GefÃ¼hle einzelner israelischer Teilnehmer verletzt haben.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was auf der eigenen Konferenz los war, will man also erst aus â€žMedienberichtenâ€œ erfahren haben. Deshalb bedauerte die HSFK auch mit einiger VerspÃ¤tung, dass â€ždie GefÃ¼hle einzelner israelischer Teilnehmer verletztâ€œ wurden â€“ und verlor kein Wort darÃ¼ber, dass die Auslassungen Laridjanis nicht auf die KrÃ¤nkung von Empfindungen, sondern schlicht und ergreifend auf die Existenz Israels und seiner BÃ¼rger zielten. Die Stiftung gab sich bestÃ¼rzt Ã¼ber die Medien, in denen â€žvon Antisemitismus die Rede istâ€œ, nicht aber Ã¼ber den Antisemitismus, dem sie selbst ein Podium gab. Vielmehr wiegelte man routiniert ab: â€žEs gibt bei der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung keinen Antisemitismus.â€œ Wer wÃ¼rde das auch zugeben? Denn die Vernichtungsdrohungen, die der â€žpragmatischeâ€œ respektive â€žmoderateâ€œ Laridjani bei der Stiftung ausstieÃŸ, hat man im deutschen Wissenschafts- und Politikbetrieb noch selten als antisemitisch interpretiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;AuÃŸerdem wollte man doch nur miteinander reden, und so folgte auch noch eine Lektion in Sachen Demokratie: â€žKeine der Reden wurde vorab kontrolliert oder zensiert. Das Veranstaltungsformat ermÃ¶glicht es, Kontroversen auszutragen.â€œ Und genau dies sei geschehen: â€žEine unabhÃ¤ngige Organisation stellt ein Diskussionsforum zur VerfÃ¼gung, auf dem Politiker und Experten ohne die EinschrÃ¤nkungen des diplomatischen Verkehrs Positionen austauschen kÃ¶nnen â€“ durchaus auch kontrovers.â€œ Nur die israelische Regierung, so die hessischen Friedensforscher, war wohl nicht recht dialogbereit: â€žDie wiederholten BemÃ¼hungen der HSFK, Minister der israelischen Regierung fÃ¼r einen Redebeitrag zu gewinnen, waren leider erfolglos.â€œ Dennoch gab man sich generÃ¶s: â€žWir sind und bleiben mit Israel eng verbunden.â€œ Zweifelsohne war die Konferenz Ausdruck dieser Verbundenheit, und selbst Mohammad Laridjani ist â€“ wie jeder Antisemit und jeder Antizionist â€“ den Juden und ihrem Staat in recht eigener Art und Weise eng verbunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der geschÃ¤ftsfÃ¼hrende Stiftungsvorsitzende Harald MÃ¼ller, Professor selbstredend, betonte in der PresseerklÃ¤rung, indem er abschlieÃŸend sich selbst zitierte, gar nichts gegen Juden zu haben, ja, ihnen vielmehr dankbar zu sein, dass die deutschen VÃ¤ter und GroÃŸvÃ¤ter den Holocaust an ihnen verÃ¼ben durften: â€žMit einer furchtbaren Vergangenheit konfrontiert, leiten wir heute unseren Stolz und Patriotismus daraus ab, uns dieser Vergangenheit gestellt zu haben.â€œ Auf den sekundÃ¤ren Antisemitismus, der den Juden Auschwitz nicht verzeihen wollte (so der israelische Psychoanalytiker Zvi Rex), folgt nun also der tertiÃ¤re, der den Juden fÃ¼r Auschwitz aus patriotischen GrÃ¼nden geradezu dankbar ist. So fÃ¤rbt sich der Sophismus der Friedensfreunde schwarz-rot-gold, und es entfalten sich die â€žwesentlichen Eigenschaften der Deutschenâ€œ: â€žEinfallsreichtum, schÃ¶pferische Leidenschaft und visionÃ¤res Denken.â€œ Der weise Hippias, er hat wirklich gute SchÃ¼ler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Christoph Martin Wieland: Geschichte des Agathon, in: ders.: SÃ¤mtliche Werke, Erster Band, Leipzig 1794 (GÃ¶schen), S. 159. Rechtschreibung und Grammatik wie im Original.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bildmontagen: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lizas Welt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/06/der-neue-sophismus.html' title='Der neue Sophismus'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/3645404236778147669'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/3645404236778147669'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-6698863472723282664</id><published>2008-06-29T01:40:00.003+02:00</published><updated>2008-06-29T03:36:33.037+02:00</updated><title type='text'>Mies gemacht (VII)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGbZcSqxMGI/AAAAAAAACS8/meGSrOVF5s0/s1600-h/Rasercool.jpg" title="Nomen est omen: Philipp Lahm findet Raser uncool"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGbZcSqxMGI/AAAAAAAACS8/meGSrOVF5s0/s400/Rasercool.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5217096298426085474" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Philipp Lahm!&lt;/span&gt; Dass Sie den Verdammten dieser Erde â€žbreit gefÃ¤chertâ€œ &lt;a href="http://www.muenchenblogger.de/ein-guter-philipp-lahm-stiftung-gegruendet"&gt;helfen wollen,&lt;/a&gt; auf der Autobahn Ihrem Namen stets &lt;a href="http://www.dvr.de/bilder/raser07_lahm.jpg"&gt;die Ehre erweisen&lt;/a&gt; und auch ansonsten der Traum aller SchwiegermÃ¼tter sind, wissen wir schon lÃ¤nger. Dass Sie nun aber auch noch unter die Veget-Arier gegangen sind und in letzter Sekunde mit einer Art finalem Rettungsschuss einen &lt;a href="http://www.sportswire.de/2008/06/tierfeind-turke/"&gt;Massenmord an unschuldigen Vierbeinern&lt;/a&gt; verhindert haben â€“ das war uns dann doch neu. Sehen wir Sie demnÃ¤chst auch auf den Plakaten von â€žPETA Deutschland e.V.â€œ?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe Sachsen!&lt;/span&gt; Da bemÃ¼hen sich nicht zuletzt die TV-Anstalten vor dem Spiel eurer Landsleute gegen die TÃ¼rkei mit betriebsamer Hektik um Deeskalation â€“ und dann haucht ihr der alten Zote aus Zonenzeiten â€“ â€žZentrales Deutsches Fernsehen AuÃŸer Raum Dresdenâ€œ (ZDF/ARD) â€“ &lt;a href="http://www.sportswire.de/2008/06/nachspiel/"&gt;neues Leben ein.&lt;/a&gt; Hat der Bildausfall im &lt;a href="http://electronicbude.de/Das%20Tal%20neu/Das%20Tal.htm"&gt;Tal der Ahnungslosen&lt;/a&gt; eine Woche frÃ¼her eingesetzt als im Rest der Republik? Oder habt ihr am Ende nur den gleichen ErnÃ¤hrungsberater &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/EM-2008/2008/06/24/oliver-bierhoff/am-bild-telefon,geo=4930942.html"&gt;wie Oliver Bierhoff?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe Deutschlandfans!&lt;/span&gt; â€žWien ist das Ziel unserer Reiseâ€œ, verkÃ¼ndete &lt;a href="http://www.kleinezeitung.at/sport/fussball/euro2008/gruppeb/1353598/index.do"&gt;ein unbescheiden groÃŸes Transparent&lt;/a&gt; vor dem Halbfinalkick eurer Eleven in Basel; â€žEin Land, ein Team, ein Zielâ€œ, kannte dort eine &lt;a href="http://lh4.ggpht.com/lizaswelt/SGZYgNI1WfI/AAAAAAAACS0/xxrIuXf0PRA/s800/LandTeamZiel.jpg"&gt;etwas kleinere Stoffbahn&lt;/a&gt; von euch keine Parteien mehr, sondern nur noch die FuÃŸballvolksgemeinschaft. An welches historische Spiel &lt;a href="http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/20011300/index.html"&gt;hat uns das bloÃŸ erinnert?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.lizaswelt.net/search?q=mies+gemacht" target="_blank" title="Mies gemacht â€“ die EM-Kolumne von Lizas Welt"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGbZxeddHsI/AAAAAAAACTE/Tr-widOc7Uc/s200/LizaEuro2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5217096662368722626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber BÃ©la RÃ©thy!&lt;/span&gt; Wir wollen gar nicht lange drum herum reden: Als &lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,562213,00.html"&gt;Wahrsager auf dem Jahrmarkt&lt;/a&gt; wÃ¼rden Sie mutmaÃŸlich eine weitaus bessere Figur abgeben denn als Kommentator von FuÃŸballspielen. Auch wenn Semih SentÃ¼rk das 2:2 nicht, wie von Ihnen Sekunden vorher prophezeit, â€ždurch die Unterhoseâ€œ von Jens Lehmann erzielt hat, sondern an dessen linkem Knie vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebes Zentralkomitee des Zweiten Deutschen Fernsehens!&lt;/span&gt; &lt;a href="http://bildschirmarbeiter.wordpress.com/2008/06/28/tv-kritik-zdf-selbstbeweihraucherung-zur-em/"&gt;Euer KommuniquÃ©&lt;/a&gt; zum â€žAbschneiden des ZDF bei den Ãœbertragungen von der FuÃŸball-Europameisterschaft in Ã–sterreich und der Schweizâ€œ hat uns sowohl hinsichtlich der Sprache als auch mit Blick auf den Wahrheitsgehalt schwer an die historischen Leistungen des lÃ¤ngst verblichenen &lt;a href="http://www.hausderdemokratie.de/herbstderutopie/pdfs/tafel03.pdf"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.hausderdemokratie.de/herbstderutopie/pdfs/tafel03.pdf"&gt;Genossen Erich Honecker&lt;/a&gt; erinnert: â€žMit einer hervorragenden Aufstellung, glÃ¤nzender Technik, mit Herz und Verstand hat der Sender alles gegebenâ€œ, lÃ¤sst sich &lt;a href="http://www.presseecho.de/sport/NA3731218660.htm"&gt;euer GeneralsekretÃ¤r Nikolaus Brender&lt;/a&gt; zitieren, bevor er resÃ¼miert: â€žRekordzahlen bei den Einschaltquoten, viel Lob und Anerkennung fÃ¼r Moderatoren, Reporter, Experten und Kommentatoren und eine BildschirmprÃ¤sentation auf hohem Niveau zeichnen die Euro 2008 im ZDF aus.â€œ Kurzum: Das Zweite in seinem Lauf hÃ¤lt weder Ochsâ€™ noch Esel auf. DafÃ¼r ein recht herzliches Rot Front!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe â€žBildâ€œ-Zeitung!&lt;/span&gt; â€žSchlagt die Spanier in der Luftâ€œ, gebt ihr die Taktik &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/EM-2008/2008/06/29/schlag-spanien/in-der-luft-neu.html"&gt;fÃ¼r die finale Offensive&lt;/a&gt; vor. Und wir dachten immer, die Deutschen seien auch im Felde unbesiegt. Aber nix da: Mythen in TÃ¼ten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber GÃ¼nter Netzer!&lt;/span&gt; Alle Schmerzen zu vergessen, &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/EM-2008/2008/06/29/torsten-frings/vergisst-bei-der-nationalhymne-alle-schmerzen,geo=4985028.html"&gt;wenn das Vaterland ruft&lt;/a&gt; â€“ das haben Sie &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2008/06/mies-gemacht-v.html"&gt;in Ihrem PlÃ¤doyer&lt;/a&gt; fÃ¼r den Exportschlager â€ždeutsche Tugendenâ€œ doch glatt zu fordern verabsÃ¤umt. Letzte Chance: am Sonntagabend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe Uefa!&lt;/span&gt; 24 LÃ¤nder sollen also kÃ¼nftig an der EM-Endrunde &lt;a href="http://www.kicker.de/news/fussball/em/startseite/artikel/380233/"&gt;teilnehmen dÃ¼rfen.&lt;/a&gt; Die Ã„lteren unter uns erinnern sich noch an Zeiten, da waren es &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_1976"&gt;gerade mal Ã¼berschaubare vier.&lt;/a&gt; Andererseits: So hat auch Berti &lt;a href="http://de.rian.ru/sports/20080404/103752785.html"&gt;wieder eine Chance.&lt;/a&gt; Sofern er seine Spieler dazu bringt, vorwÃ¤rts schneller zu laufen &lt;a href="http://www.focus.de/sport/fussball/em2008/aktuell/fussball-em-ex-bundestrainer-vogts-sieht-russland-im-endspiel_aid_313734.html"&gt;als die Russen rÃ¼ckwÃ¤rts.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe Erika Holbein und lieber GÃ¼nther Kleiner!&lt;/span&gt; Sie wissen schon, was Sie Ihrem â€žEM-Babyâ€œ (â€žBildâ€œ) &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/2008/06/28/em-baby/heisst-wie-schweini-und-poldi,geo=4965572.html"&gt;da angetan haben,&lt;/a&gt; oder? Den frisch geschlÃ¼pften Nachwuchs zu Ehren der Herren Schweinsteiger und Podolski â€žBastian Lukasâ€œ zu benamsen, wird dereinst von den MitschÃ¼lern nÃ¤mlich ohne jeden Zweifel und ohne jede Nachsicht mit dem in der Regel wenig freundlich gemeinten KÃ¼rzel &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Dschungelbuch_%281967%29"&gt;â€žBaluâ€œ&lt;/a&gt; bestraft werden. Und das dÃ¼rfte noch die harmloseste HÃ¤nselei sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.lizaswelt.net/search?q=mies+gemacht"&gt;&lt;i style=""&gt;Mies gemacht&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; ist die EM-Kolumne von &lt;i style=""&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt;.&lt;/span&gt;</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/06/mies-gemacht-vii.html' title='Mies gemacht (VII)'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/6698863472723282664'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6698863472723282664'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-6546492645082641525</id><published>2008-06-24T15:45:00.011+02:00</published><updated>2008-06-24T21:44:09.840+02:00</updated><title type='text'>Mies gemacht (VI)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGD7jPxxKEI/AAAAAAAACR0/KukmQTd1ICA/s1600-h/LToni.jpg" title="Aberglaube oder SelbstgeiÃŸelung? Luca Toni mit Rotzbremse"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGD7jPxxKEI/AAAAAAAACR0/KukmQTd1ICA/s400/LToni.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5215444951444301890" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Luca Toni!&lt;/span&gt; Dass Sie sich ausgerechnet in Ihrer derzeitigen Situation &lt;a href="http://www.fcbayern.t-com.de/de/aktuell/news/2008/16692.php?fcb_sid=3ff9c61da8ce1c75f99b90eb4668b294"&gt;einen Pornobalken&lt;/a&gt; wachsen lassen, bis Sie das nÃ¤chste Mal die Bude getroffen haben â€“ ist das wirklich nur eines dieser albernen Aberglaubensrituale, an denen FuÃŸballer kleben wie Ihre Gegenspieler bei der Euro an Ihnen? Oder eher eine spezielle Form katholischer SelbstgeiÃŸelung? Und jetzt schnell wieder runter mit dem Ding; wir sind nicht mehr &lt;a href="http://www.torlaune.de/blog/maradona/2006/09/28/bundesliga_statistik_der_rotzbremsen"&gt;in den Achtzigern&lt;/a&gt; und auch nicht &lt;a href="http://www.1asport.de/sport-bilder/heiner-brand_117463.jpg"&gt;beim Handball.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Oliver Bierhoff!&lt;/span&gt; â€žLiegtâ€™s an Schweinis Freundin, dass er so gut drauf ist?â€œ, wollte ein â€žBildâ€œ-Konsument &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/EM-2008/2008/06/24/oliver-bierhoff/am-bild-telefon,geo=4930942.html"&gt;von Ihnen wissen,&lt;/a&gt; und da blieben Sie eine kompetente Antwort natÃ¼rlich nicht schuldig: â€žSie hat bestimmt ihren Anteil an seinem Wohlbefinden. Man spÃ¼rt, dass er nach der Roten Karte total ehrgeizig ist.â€œ Wir mÃ¶chten nicht indiskret sein, aber der Herr Schweinsteiger &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2008/06/mies-gemacht-iii.html"&gt;schlÃ¤gt doch nicht etwa&lt;/a&gt; seine Liebste?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Thomas Hitzlsperger!&lt;/span&gt; â€žSie sind erst besiegt, wenn sie in den Bus steigenâ€œ, &lt;a href="http://www.kicker.de/news/fussball/em/startseite/artikel/208907/"&gt;entfuhr es Ihnen,&lt;/a&gt; auf Ihren Halbfinalgegner TÃ¼rkei angesprochen. Darf man fragen, was Sie da am Mittwoch mit den Jungs von Fatih Terim vorhaben? Um FuÃŸball scheint es jedenfalls nicht zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.lizaswelt.net/search?q=mies+gemacht" target="_blank" title="Mies gemacht â€“ die EM-Kolumne von Lizas Welt"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SGD78ovVhBI/AAAAAAAACR8/tqZ82PF0fDs/s200/LizaEuro2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5215445387641717778" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Torsten Frings!&lt;/span&gt; Ganz im Ernst: Das â€žRipp, Ripp, Hurraâ€œ &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/EM-2008/2008/06/24/torsten-frings/meldet-sich-fit,geo=4931566.html"&gt;der Balkenpresse&lt;/a&gt; anlÃ¤sslich Ihrer nahenden Genesung schmerzt noch mehr als die Verletzung, nicht wahr? Im Kopf zwar, aber es schmerzt. Da hilft auch kein gepanzerter Spezialverband.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Michael Ballack!&lt;/span&gt; ScheiÃŸ aufs Halbfinale! Oder doch &lt;a href="http://www.sportswire.de/2008/06/so-war-das-also/"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;ins &lt;/span&gt;Halbfinale?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber SÃ¶nke â€žSommermÃ¤rchenâ€œ Wortmann!&lt;/span&gt; Ein &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=DIRCLbsIeb8"&gt;â€žIntegrations-Spotâ€œ&lt;/a&gt; soll es also sein, was Sie da &lt;a href="http://www.dfb.de/index.php?id=500014&amp;amp;no_cache=1&amp;amp;tx_dfbnews_pi1%5BshowUid%5D=14935&amp;amp;cHash=a970a6cf1b"&gt;im Auftrag des DFB&lt;/a&gt; mit einigen SpielermÃ¼ttern und -vÃ¤tern gedreht haben. Aber mal ehrlich: Ein bisschen zu grillen (ganz stark: der Auftritt von Maria-Theresia Metzelder und ihrem Kartoffelsalat!) und sich anschlieÃŸend zu einem LÃ¤nderspiel der DFB-Elf vor der Glotze zu versammeln, verlangt doch niemandem Konzessionen ab, die ihren Namen verdient hÃ¤tten. Deshalb ein kleiner Tipp: Werfen Sie den Herrschaften beim nÃ¤chsten Take einfach einen FuÃŸball hin. Wenn sich BÃ¤rbel Mertesacker und Beatrice Kemper-Asamoah anschlieÃŸend gegenseitig mit BlutgrÃ¤tschen traktieren, ohne dass es hÃ¤ssliche Revanchefouls setzt, dann kommt das mit der Integration noch viel glaubwÃ¼rdiger rÃ¼ber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe â€žTagesthemenâ€œ!&lt;/span&gt; Da habt ihr sowohl dem Tom Buhrow als auch eurem Publikum aber einen &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Tagesthemen-Flagge-EM-2008;art15532,2557447"&gt;hinreiÃŸend schÃ¶nen Streich&lt;/a&gt; gespielt und &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2008/06/fahnenappell.html"&gt;die GrÃ¼ne Jugend&lt;/a&gt; klar auf Platz zwei verwiesen. Oder ging es nur um ein bisschen gut Wetter gegenÃ¼ber den AnhÃ¤ngern des Halbfinalgegners?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebes ZDF!&lt;/span&gt; JÃ¼rgen Klopp und Urs Meier sind wir nach der Europameisterschaft ja endlich los. Wie wÃ¤râ€™s denn damit, gleich Tabula rasa zu machen und auch den Dritten im Bunde aus dem Studio zu fegen? Alles andere wÃ¤re nÃ¤mlich nur ein fauler Kompromiss, denn: â€žNiemand ist der Wahrheit ferner / als Johannes Baptist Kerner.â€œ &lt;a href="http://www.jungewelt.de/2008/06-13/015.php"&gt;(Wiglaf Droste)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe â€žBildâ€œ-Zeitung!&lt;/span&gt; â€žKugelrund sind diese BÃ¤uche und die Frauen voller Freude, denn sie sindâ€œ â€“ na klar â€“ â€žschwarz-rot-schwangerâ€œ, brachten sie uns in puncto PflichterfÃ¼llung fÃ¼r das Vaterland &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/themen/buehnen/em2008/europameisterschaft-2008.html"&gt;auf den neuesten Stand.&lt;/a&gt; Was kriegen die engagierten und kreativen Damen denn von Ihnen, wennâ€™s so weit ist? Nur eine GebÃ¤rprÃ¤mie oder gleich das Mutterkreuz?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Sprecher von â€žArcelorMittalâ€œ (EisenhÃ¼ttenstadt)!&lt;/span&gt; Ihre Angestellten lassen Sie am Mittwochabend also &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/wirtschaft/artikel/581/182017/"&gt;arbeiten statt FuÃŸball gucken.&lt;/a&gt; Aus der Perspektive eines Unternehmers ist das sicher irgendwo verstÃ¤ndlich. Nur Ihre BegrÃ¼ndung kommt uns dann doch verdÃ¤chtig, um nicht zu sagen geradezu historisch deutsch vor: â€žMan kann ja nicht einfach einen Hochofen abstellen.â€œ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.lizaswelt.net/search?q=mies+gemacht"&gt;&lt;i style=""&gt;Mies gemacht&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; ist die EM-Kolumne von &lt;i style=""&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt;.&lt;/span&gt;</content><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.lizaswelt.net/2008/06/mies-gemacht-vi.html' title='Mies gemacht (VI)'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.lizaswelt.net/feeds/posts/default/6546492645082641525'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6546492645082641525'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-1617841427380105334</id><published>2008-06-22T16:32:00.007+02:00</published><updated>2008-06-23T23:07:54.063+02:00</updated><title type='text'>Mies gemacht (V)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SF5jLqL9V7I/AAAAAAAACRc/toEsd_RW0pg/s1600-h/Guenter2.jpg" title="Angst und Schrecken als deutsche Exportschlager: GÃ¼nter Netzer"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SF5jLqL9V7I/AAAAAAAACRc/toEsd_RW0pg/s400/Guenter2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5214714470495770546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber GÃ¼nter Netzer!&lt;/span&gt; Im Zeitalter von Lean-Production und Outsourcing hat es selbst der Exportweltmeister nicht immer leicht, sein â€žMade in Germanyâ€œ an die Kundschaft zu bringen. Da ist der RÃ¼ckgriff auf, sagen wir mal, BewÃ¤hrtes und Vertrautes zweifellos hilfreich. â€žDeutsche Tugenden haben wir immer noch am bestenâ€œ, &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubD99FB9FEFB654D91BF05DAEF190F9E4B/Doc%7EE846BC0E1F45C4F39A39579CAAB4BE2A6%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_aktuell"&gt;warben Sie also&lt;/a&gt; nach dem Flick-Kick gegen Portugal fÃ¼r den geschundenen Standort, denn â€ždafÃ¼r fÃ¼rchtet man uns, und damit verbreiten wir Angst und Schreckenâ€œ. Beruhigend immerhin, dass notfalls die US-Army am Ende wieder leistet, woran andere zuvor gescheitert sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber FuÃŸballgott!&lt;/span&gt; Tschechien raus, Portugal raus, Kroatien raus, Holland raus â€“ was ist es, das dich zÃ¼rnen lÃ¤sst? &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/weltfussball/special/960/142646/index.html/sport/weltfussball/artikel/952/180398/article.html"&gt;Das Turnierreglement der Uefa?&lt;/a&gt; Oder sollte es am Ende gar so sein, dass das Martyrium &lt;a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Gary_Lineker"&gt;deines JÃ¼ngers Gary Lineker&lt;/a&gt; â€“ â€žFuÃŸball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler hinter einem Ball herjagen, und am Ende gewinnt immer Deutschlandâ€œ â€“ von der Botschaft zum Gebot geworden ist? Dem Himmel sei Dank sind wir Atheisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Slaven BiliÄ‡!&lt;/span&gt; Hat vor dem vergeigten Viertelfinalspiel Ihrer Kroaten bloÃŸ der CD-Player die GrÃ¤tsche gemacht? Oder hat Ihnen die humorlose Uefa verboten, in der Kabine weiterhin &lt;a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/25/22037.html"&gt;Faschomucke aufzulegen?&lt;/a&gt; Jedenfalls viel Erfolg beim Elfmeter-SchieÃŸen gegen die Jungs von der UstaÅ¡a!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.lizaswelt.net/search?q=mies+gemacht" target="_blank" title="Mies gemacht â€“ die EM-Kolumne von Lizas Welt"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/SF5jRMkGkvI/AAAAAAAACRk/fjifbFOBl04/s200/LizaEuro2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5214714565623190258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lieber Josef Hickersberger!&lt;/span&gt; Wissen Sie, was das Beste am Ausscheiden Ihrer Mannschaft ist? Dass uns, um es &lt;a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,560940,00.html"&gt;mit Ihren Worten&lt;/a&gt; zu sagen, Ihr Eierkopf nicht mehr auf den Sack geht. Ungelogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe Uefa!&lt;/span&gt; Die BegrÃ¼ndung fÃ¼r die &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/sport/EM-2008-Holland-Russland-Schiedsrichter;art17481,2556555"&gt;zurÃ¼ckgenommene gelb-rote Karte&lt;/a&gt; im Spiel zwischen den Niederlanden und Russland glaubt ihr doch nicht mal euch selbst, oder? Falls aber doch, solltet ihr LuboÅ¡ Michels Helfer an der Seitenlinie schnellstmÃ¶glich befÃ¶rdern, bevor der gute Mann mit dem RÃ¶ntgenblick von der NASA abgeworben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe deutsche Autokorsofahrer!&lt;/span&gt; Mit zweieinhalb Promille und dem Ranzen auf der Hupe stundenlang Smogalarm spielen â€“ aber die TÃ¼rken &lt;a href="http://www.sportswire.de/2008/06/wer-hupen-darf-bestimme-ich/"&gt;reiten den Globus zuschanden,&lt;/a&gt; ja? Wir erinnern euch daran, wenn ihr das nÃ¤chste Mal die Benzinwut kriegt oder die Bullen euren Lappen kassieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebes Schweizer Fernsehen!&lt;/span&gt; Den &lt;a href="http://www.focus.de/kultur/medien/lied-der-deutschen-die-schweiz-singt-strophe-eins_aid_311924.html"&gt;Text der ersten Strophe&lt;/a&gt; einzublenden, wenn Deutsche und Ã–sterreicher anlÃ¤sslich eines Ereignisses von schicksalhafter Tragweite &lt;a href="http://p3.focus.de/img/gen/0/j/HB0j5Z65_Pxgen_r_700xA.jpg?http://p3.focus.de/img/gen/0/j/HB0j5Z65_Pxgen_r_1100xA.jpg?http://p3.focus.de/img/gen/0/j/HB0j5Z65_Pxgen_r_1300xA.jpg"&gt;gemeinsam stramm stehen&lt;/a&gt; â€“ das hatte was. Ihr habt euren durchaus geschichtsbewussten Mitarbeiterinnen jetzt aber nicht etwa angekÃ¼ndigt, zur Strafe &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3558236,00.html"&gt;nach Bautzen zu mÃ¼ssen?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Liebe Kollegen von â€žsportal.deâ€œ!&lt;/span&gt; Eine Frage: Wenn die Nazis das Hoffmannsche â€